Föhnsturm und warme Temperaturen

Frankreich-Sturm bringt Wetter-Chaos nach Deutschland

RTL-Meteorologe: Brigitte hat ein großes Gefahrenpotenzial und eine enorme Intensität

Ein Sturm tobt über Frankreich und die Ausläufer treffen auch andere Länder nahe der Alpen – inklusive Deutschland. Es drohen starker Wind und beträchtliche Regenmengen. Außerdem wird es teils ziemlich warm.

Sehen Sie die Zugbahn des Tiefs sowie die Vorhersagen für Sturm und Regen oben im Video.

Wetterlage: Sturmtief Brigitte igelt sich ein

„Brigitte“ hat ein großes Gefahrenpotenzial und eine enorme Intensität“, so RTL-Meteorologe Björn Alexander. „Aber viel bewegen wird sich das Sturmtief nicht. Es bleibt in den kommenden Tagen mit seinem Zentrum relativ stationär über Westfrankreich und dem Ärmelkanal. Gerade in diesem Bereich drohen somit auch die höchsten Windspitzen.“ 

Windfahne, Sturm
Kräftige Windstärken © picture alliance, Christian Ohde

Gewaltige Regenmengen an den Alpen

RTL-Meteorologe Björn Alexander
RTL-Meteorologe Björn Alexander © wetter-ressort

An der Südseite der Alpen fallen gewaltige Regenmengen. Björn Alexander erklärt: „Hier stauen sich die Wolken und bringen intensiven Regen. Die Regenmengen am Wochenende im Bereich Südalpen liegen zum Teil bei bis zu über 400 Litern pro Quadratmeter.“ 

Das bedeutet viel Regen für Österreich, Italien und die Schweiz.

Auswirkungen auf Deutschland: Wind und Wärme

In Deutschland sind die Regenmengen weniger groß, aber der Föhnsturm wird kräftig und wird auf der Zugspitze rund 180 km/h erreichen. In den Alpentälern wird Tempo 100 aber nicht überschritten.

Als weitere Nebenwirkung gibt es warme Luft. In weiten Teilen Süddeutschland gibt es eine extrem milde Nacht mit Tiefstwerten teilweise nicht unter 20 Grad im Allgäu, Bodenseeregion bis rauf nach Stuttgart (Föhn von der schwäbischen Alb).

Die durch Föhn extrem warme Luft bringt uns dann am Samstag im Osten und Südosten nochmal einen Spätsommertag mit Höchstwerten bis 26 Grad (Sachsen, Brandenburg) bei voller Sonne, mehr als 20 Grad und trockenes Wetter auch von Passau bis Hamburg. Alles südwestlich dieser Linie bleibt deutlich kühler und wechselhafter – viel Regen fällt aber auch dort nicht.

Der Sonntag bringt dann (nach nächtlichen Schauern) überall recht freundliches, windiges Herbstwetter mit nochmal viel Sonne im Osten und Süden, aber selbst am Rhein reicht es für 3 bis 6 Sonnenstunden, einzig Richtung Saarland, Luxemburg und Eifel bleibt es deutlich wolkiger mit etwas Regen und nur 10 bis 13 Grad, sonst häufig 15 bis 18, ganz im Osten nochmal bis 20 Grad.

Mehr zum Wetter am Wochenende und in der nächsten Woche gibt es auch in unserem 7 Tage-Wetter.

Im Video: Die Beaufort-Skala - Das bedeuten die Windstärken

Unwetter drohen ebenfalls am Mittelmeer

Da sich die wettersteuernde Strömung, der sogenannte Jet-Stream, jetzt bis weit runter ans Mittelmeer verlagert und einige Tage hält, sind auch am westlichen und am zentralen Mittelmeer Unwetter möglich. Insbesondere durch zum Teil kräftige Gewitter, stürmische Böen bis hin zu Sturmböen sowie Starkregen und Hagel.

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