Das reicht aber nicht

Finger weg von Palmöl!

Palmöl ist billig, vielseitig verwendbar, weltweit das wichtigste Pflanzenöl - und ein Tropenwald-Killer. Die riesige Nachfrage nach dem Öl führt dazu, dass für Palmölplantagen in großem Stil tropische Wälder gerodet werden. Sri Lanka hat nun den Import von Palmöl verboten und will die eigene Produktion verringern.

Im Video erklären zwei Expertinnen vom WWF, was der klima- und umweltschädliche Haken an der gut gemeinten Sache ist.

Der Großteil des Palmöls auf dem Weltmarkt stammt aus Südostasien. Indonesien und Malaysia sind die führenden Erzeugerländer. Seit den Anfängen der 2000er Jahre ist die Produktionsmenge um mehr als das Zweieinhalbfache gestiegen. Nach Angaben des WWF hat sich die Fläche für Ölpalmen seit 1990 weltweit verdoppelt, in Indonesien sogar verzehnfacht.

Konsum von Palmöl weltweit in Millionen Tonnen

Die riesige Nachfrage nach Palmöl führt zur Abholzung von Tropenwäldern.
USDA Foreign Agricultural Service. (28. September, 2020). Konsum von Palmöl weltweit in den Jahren 2002/03 bis 2020/21 (in Millionen Tonnen). In Statista.

Wo ist Palmöl drin?

An Palmöl geht in Deutschland fast kein Weg vorbei. Achten Sie mal drauf in der Zutatenliste. Es ist schwierig, alternative Produkte zu entdecken.

Es findet sich in

  • Schoko- und Nusscreme
  • Keksen
  • Chips
  • Tütensuppen
  • Cremes
  • Waschmitteln
  • Lippenstift
  • Biosprit
  • u.v.m.

Nicht nur Palmöl ist der Grund für Abholzung der Urwälder

Der Konsum-Verzicht oder zumindest eine Reduzierung des Verbrauchs von Palmöl rettet den Tropenwald und die in ihm lebenden bedrohten Tiere wie Orang-Utan und Tiger aber noch lange nicht. Es geht ebenso um den Anbau und den Verbrauch von Soja, Kakao, Kaffee, Kautschuk und um den riesigen Flächenbedarf für Viehhaltung. Denn der Fleischverbrauch steigt ebenfalls immer weiter.

Für Agrarflächen abgeholzte Wälder von 2001 bis 2015

Im Zeitraum von 2001 bis 2015 verursachten sieben Agrargüter global einen Waldverlust von insgesamt 71,9 Millionen Hektar.
WRI. (25. Januar, 2021). Für Agrarflächen abgeholzte Wälder nach Agrargütern im Zeitraum von 2001 bis 2015¹ (in Millionen Hektar). In Statista.

Andere Pflanzenöle benötigen noch mehr Fläche

Es nützt auch nichts, Palmöl einfach durch andere Pflanzenöle zu ersetzen. Kokos-, Raps- oder Sonnenblumenöl brauchen sogar für gleiche Erträge noch mehr Fläche.

Es ist leider unbequem. Nur durch unsere Verhaltensänderung hin zum bewussten, zurückhaltenderen Konsum, können wir etwas ändern. Und das ist auch genau die Chance. Denn wir können alle etwas im Kleinen tun.

Zur Vermeidung von Palmöl gibt uns WWF-Expertin Ilka Petersen noch diese drei Tipps mit auf den Weg:

  • Fahrrad statt Auto fahren, wo es geht
  • Süßes und Fettiges vermeiden
  • wenig Fleisch essen.

Palmölanbau bedroht Orang Utans

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