Temperaturrekorde wackeln

Unfassbare Wetterreise USA - Einmal Sommer und zurück in den Winter

Vom Wintersturm unter die Hitzeglocke

Vom Wintersturm unter die Hitzeglocke und zurück? In den USA macht das aktuelle Wetter dies möglich. Eine Hitzewelle bringt sogar die Dezember-Temperaturrekorde in Gefahr. 25 Grad im Dezember und mehr sind möglich, bevor sich der nächste Wintersturm mit Orkanböen bemerkbar macht.

Im Video: Tornado verwüstet Kentucky

Erst Wintersturm und Tornados, nun Sommerwärme in den USA

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Nach dem Wintersturm macht sich im Mittleren Westen der USA Sommerwärme breit.

Die USA kämpfen weiter gegen Wetterereignisse an. Nach dem großen Wintersturm, der schwere Unwetter über das Ohio Valley (zentrale USA) und eine Schneeschicht über dem Mittleren Westen verursacht hat, deutet sich nun eine Hitzewelle an. Die ungewöhnliche Wärme wird sich von Texas im Süden bis Minnesota im Norden und im Osten über das Mississippi Valley bis zum Ohio Valley ausbreiten. Außerdem ist auch der Süden Kanadas betroffen.

Nach den zerstörerischen Tornados am vergangenen Wochenende ist die Wetterberuhigung eine Erleichterung, allerdings sind die Temperaturen außergewöhnlich. Die Gradzahlen steigen stark an und sind für einen Dezember zu hoch. Es wird sich eher so anfühlen, als ob die frühe Herbstsaison zurück ist, da es für ein paar Tage Temperaturen beschert, die eher im September oder Anfang Oktober zu erwarten sind.

Prognose: Temperaturen in den USA

Die Graphik zeigt, wie krass unterschiedlich die Temperaturen in den USA in dieser Woche sind. Der Süden und der Osten mit sommerlichen Werten, während im Norden und Nordwesten der Winter dagegenhält.
Extreme Temperaturunterschiede in den USA

Dezember-Temperaturrekorde in Gefahr

Schuld daran ist eine sogenannte Hitzekuppel. Dabei handelt es sich um ein Hochdruckgebiet, dass über einen großen Teil des Kontinents hängt und dort mehrere Tage verharrt. Die Hitzeglocke hält die Wärme fest und sorgt so für teilweise rekordverdächtige Temperaturen für die darunter liegende Region. Vergleichbar ist es mit mit einem Kochtopf, der die Hitze mit einem Deckel darauf besser hält. Temperaturrekorde für den Dezember könnten also gleich mehrfach gebrochen werden.

St. Louis (Missouri) übertraf den 70 Jahre alten Temperaturrekord für Dezember bereits Anfang des Monats mit 25 Grad und könnte bereits in den kommenden Tagen auch den neuen Rekord wieder brechen. Denn 24 bis 28 Grad sind wieder prognostiziert. Auch in der Großstadt Chicago (Illinois) ist der Dezemberrekord von knapp 25 Grad in Gefahr.

Sturm- und Orkanböen fegen die Hitzewelle weg

Windgeschwindigkeiten für die USA am Donnerstag
Hinter dem abziehenden Hochdruckgebiet, prescht ein Tiefdruckgebiet mit Sturm- und Orkanböen durch die zentralen US-Bundesstaaten.

Dort wo es in den vergangenen Tagen geschneit hat, wird der Schnee in kürzester Zeit schmelzen. In den Bundesstaaten Nebraska, Iowa, Minnesota oder Wisconsin werden Temperaturen von 15 bis 20 Grad erwartet. Noch heißer wird es am Golf von Mexiko. Dort könnte es eine Hitzewelle von rund 30 Grad geben.

Die Wetterunbeständigkeit geht am Donnerstag allerdings weiter. Dann werden stürmische Winde erwartet. Das Hochdruckgebiet verzieht sich in den Nordosten der USA und nach Kanada. Damit kommt ein Tief von der Westküste weiter voran und könnte den nächsten Wintersturm mit sich bringen. In Chicago könnten dann Sturm- oder gar Orkanböen mit Geschwindigkeiten von 80 bis 120 km/h durch die Stadt wehen. Mit einher geht der erneute Wetterwechsel mit einer Kaltfront, die in den Bundesstaaten Nevada, Utah und Nord-Arizona zu Schneefall führen kann. Das US-Wetter bleibt also in den kommenden Tagen unbeständig und spannend.

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(kfb)