Das sind die häufigsten Allergien: Von Heuschnupfen über Hausstaub bis Tierhaare

Junge Frau mit Allergie
Tränende Augen, Schnupfen und Atemnot sind für Allergiker keine Seltenheit. © picture alliance / Bildagentur-o, Bildagentur-online/Begsteiger

Heuschnupfen ist häufigste Allergie

Tränende Augen, Fließschnupfen und ständige Atemnot: Jeder siebte Deutsche leidet unter einer Allergie. Von welcher die Deutschen am häufigsten betroffen sind, zeigt jetzt eine Umfrage der 'Apotheken Umschau'. Demnach sind dies die Spitzenreiter unter den Allergien:

1. Heuschnupfen

Mit 62,6 Prozent reagiert der weitaus größte Teil der Betroffenen auf Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern oder ähnlichem. Besonders davon betroffen ist die Nasenschleimhaut, die oft mit einer Erkrankung der Atemwege einhergeht. Dass diese Allergien an Platz 1 rangiert, hängt sicher damit zusammen, dass die Erkrankung bereits im frühen Kindesalter auftritt.

2. Staub/ Milben

Fast jeder Vierte gibt dagegen an, das Hausstaub und/ oder Milben Auslöser seiner allergischen Symptome sind. Laut der Studie leiden demnach 23,3 Prozent unter einer sogenannten Hausstaub- oder Milbenallergie.

3. Tierhaare

Auf dem dritten Rang folgen die Haare von Tieren. Mehr als jeder Fünfte (21,6 Prozent) leidet demnach vor allem an Atemwegsbeschwerden, die tierische Haare und Hautschuppen hervorrufen. Besonders häufig leiden die Betroffenen dabei unter den Überresten von Katzen- und Hundehaaren.

4. Nahrungsmittel

Allergien auf bestimmte Gemüse- und Obstsorten, Milchprodukte, Nüsse oder Eiweißstoffe entwickeln ebenfalls zahlreiche Deutsche. 17,6 Prozent leiden der Umfrage zufolge unter einer Nahrungsmittel-Allergie. Nach dem erfolgreichen Nachweis der Allergie kann diese aber meist gut - durch den jeweiligen Verzicht der Lebensmittel - vermieden beziehungsweise eingedämmt werden.

5. Medikamente

Die meisten Allergien werden mit Medikamenten behandelt, auslösen können aber auch Arzneimittel allergische Reaktionen. Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschläge beklagen 12,3 Prozent der Befragten. Vor allem Schmerzmittel oder Penicillin gelten dabei als kritische Substanzen.

6. Parfüm/ Kosmetika

Duftstoffe sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. In Kosmetika, Waschmitteln, Reinigungsprodukten und Medikamenten werden immer mehr davon eingesetzt. Neben Wohlgerüchen lösen bei vielen Allergikern (9,2 Prozent) Düfte Hautrötungen, Juckreiz und chronische Entzündungen aus.

7. Metalle

7,4 Prozent der Deutschen leiden unter einer Metall-Allergie. Besonders Nickel ist dahingehend bekannt, allergische Symptome auszulösen. Aber auch durch Implantate (wie Zahnspangen, Knie- oder Hüftprothesen) werden häufig Allergien ausgelöst.

8. Insektengifte

Einen anaphylaktischen Schock erleiden 7,1 Prozent der Deutschen. Dieser wird durch Insektengifte verursacht, die in Folge eines Stichs durch Bienen, Wespen, Hornissen, Hummeln oder Spinnen in den Körper gelangen.

9. Chemikalien

Empfindlich auf Chemikalien reagieren immerhin 6,0 Prozent. Dabei ist häufig von Unverträglichkeiten die Rede, die durch Zigarettenrauch, Lösemittel oder Abgase ausgelöst werden. Die Beschwerden sind dabei relativ unspezifisch und variieren von Person zu Person. Häufig genannt werden jedoch: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Augenbrennen und Atemnot.

10. Sonne/ UV-Licht

Nur knapp dahinter rangieren auf dem zehnten Platz Sonnenallergien. Nach Sonneneinstrahlung auf die Haut errötet diese, in besonders schweren Fällen bilden sich auch Bläschen. Um die Allergie dauerhaft zu vermeiden, müssen Betroffene bereits bei geringer Sonneneinstrahlung mit ausreichend und geeignetem Sonnenschutz ausgestattet sein. Zum eigenen Schutz sollten Allergiker die pralle Sonne meiden.