Glutofen China

Bis zu 44 Grad - Dürre und extreme Hitze im Reich der Mitte

von Björn Alexander

20.08.2022, China, Chongqing: Menschen sitzen in einem flachen Wasserbecken im Flussbett des Jialing-Flusses, eines Nebenflusses des Jangtse, in der südwestchinesischen Stadt Chongqing. Die Landschaft von Chongqing, einer Millionenstadt.
Hitze und Dürre beuteln China

Es ist eine für uns wohl unvorstellbare Hitzewelle, die sich seit Juli in China ausgebreitet hat. In einigen Regionen ächzt das Land unter Mega-Hitze von über 40 Grad. Es ist die schlimmste Hitzewelle der chinesischen Wettergeschichte.

Hitze bereits seit mehr als 70 Tagen

Die Höchstwerte in China am 31. August 2022
Hitze auch am Monatsende

Wer auf die Temperaturen der letzten Wochen im sogenannten Reich der Mitte zurückblickt, der dürfte vielleicht schon nur vom Anblick ins Schwitzen kommen. Seit inzwischen über 70 Tagen dauert die Hitzewelle an. Immer wieder springen die Temperaturen locker über 30, teils sogar über 40 Grad. In der Spitzen bis zu 44 Grad. Gemessen wurde dieser Wert in Fengjie im Osten des Verwaltungsgebiets von Chongqing - eine Region mit fast 20 Millionen Einwohnern. Eine Metropolregion – zum Vergleich: Berlin hat etwa 3,6 Millionen Einwohner.

Unerträgliche Hitze über Nacht

Auch nachts kühlt es sich aufgrund des andauernden Hitzestaus zum Teil nicht unter 30 Grad ab. Und das dauerhaft. Eine unerträgliche Lage für die Menschen vor Ort. Gleichzeitig dürfte sich die Hitze wiederum verschärfend auf den Klimawandel auswirken. Denn die Kohlekraftwerke arbeiten als CO2-Schleudern am Limit, was nicht nur den auf Hochtouren laufenden Klimaanlagen geschuldet ist. Viele Wasserkraftwerke sind nämlich nicht mehr im Einsatz.

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Hitze und Dürre - eine unheilige Kombination

21.08.2022, China, Mu'er: Bauer Li Siming hält Reiskörner in der Hand, während er auf seinem Feld am Stadtrand von Chonqing steht. Die Landschaft von Chongqing, einer Millionenstadt, zu der auch das umliegende Ackerland und die steilen und malerische
Missernten - Tonnen von Nahrungsmitteln gehen in diesen Tagen verloren

Mit der Hitze hat sich eine Dauerdürre übers Land gelegt. Dutzende Flüsse sind inzwischen trocken gefallen. Mit entsprechenden Folgen für die Stromversorgung, die teilweise in großem Umfang von der Wasserkraft abhängig ist. Gleichzeitig spielen sich aber ebenso in anderen Bereichen Dramen und Katastrophen ab. Wie beispielsweise in der Landwirtschaft: Tonnen an Getreide sind verloren - die globale Nahrungsmittel-Krise dürfte sich damit leider nochmals verschärfen.

Lese-Tipp: Tödliche Wetterextreme – Klimawandel macht Hitzewellen 30 Mal wahrscheinlicher

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(bal)