Massenhafte Ausbreitung im Sommer

Gesundheitsämter warnen vor giftigen Blaualgen

Fiese Blaualgen vermehren sich in unseren Badeseen

Blaualgen im Wasser
Blaualgen sind eher grün als blau. Wer sie im Gewässer entdeckt, sollte zumindest Kinder und Hunde nicht mehr baden lassen.

Herrliches Sommerwetter, Top-Temperaturen und die Badessaison hat begonnen, da kommt schnell mal der Gedanke: Ich könnte ja mal wieder an einen See fahren. Grundsätzlich eine gute Idee, denn was ist schöner als die Abkühlung in der freien Natur? Doch mit den zunehmenden Temperaturen vermehren sich auch die Blaualgen und die stellen eine Gefahr dar.

Gerade Kinder und Hunde sind gefährdet

Ein Paar genießt die Sonne am Ufer des Dechsendorfer Weihers (Bayern). Aufgrund der wiederholt nachgewiesenen Blaualgen in dem Gewässer gilt aktuell ein Badeverbot. Foto: David Ebener/dpa | Verwendung weltweit
Die Freude am Baden im See kann bei warmen Wetter durch Blaualgen getrübt werden - im wahrsten Sinne des Wortes.

Erst vor kurzem warnte das Gesundheitsamt in Hannover vor Blaualgen in den Ricklinger Seen – Großer Teich und Siebenmeterteich. Dort bestehe eine verstärkte Konzentration der sogenannten Cyanobakterien (Blaualgen), erkennbar an Auftreibungen und Schlieren. Anders als der Name vermuten lässt, erscheinen Blaualgen im Wasser als grüne Trübung.

Diese Bereiche sollen gemieden und Kinder beaufsichtigt werden. Auch in Bremen sind die Badeseen nicht selten durch das erhöhte Algenvorkommen verschmutzt. Der Stadtwaldsee steht somit kurz vor einer Sperrung und Warnschilder wurden bereits aufgestellt.

Gerade kleine Kinder oder Hunde sind besonders gefährdet. „Die Burgunderblutalge wächst im Gegensatz zu anderen Algenarten bevorzugt auch bei niedrigen Temperaturen. Durch diese Tatsache kann sie sich konkurrenzlos im Winter entwickeln“, lässt die Stadt Bremen mitteilen.

Schwindel, Gliederschmerzen und Erbrechen

ARCHIV - 03.07.2018, Niedersachsen, Hildesheim: Ein Schild «Vom Baden wird abgeraten - Blaualgen» steht am Hohnsensee. Giftige Blaualgen verhindern an mehreren Seen in Niedersachsen den hochsommerlichen Badespaß. An vier Badestellen haben die Behörde
Warnung vor Blaualgen: Gesundheitsämter lassen an verschmutzten Seen Warnschilder aufstellen.

Blaualgen – oder auch Cyanobakterien – rufen Hautreizungen hervor. Beim Verschlucken können sie Schwindel, Gliederschmerzen und Erbrechen verursachen. Auch Durchfälle sind möglich, sowie Bindehautentzündungen, Atemwegserkrankungen und allergische Reaktionen. In welchem Teil eines Sees sich das Vorkommen der Cyanobakterien konzentriert, hängt vor allem von der Windrichtung ab und kann sich schnell ändern. Sind die Bedingungen für die Cyanobakterien günstig, können sie sich in kurzer Zeit massenhaft vermehren.

An vielen anderen Seen in Deutschland wird immer wieder wegen der Blaualgen gewarnt. So hatte besonders die Stadt Duisburg im vergangenen Jahr mit Blaualgen zu kämpfen. Sie bedrohten die in den Seen lebenden Fischarten. Bevor man sich ins Wasser begibt, sollte man sich über die Wasserqualität informieren. Badeverbote werden oft wieder aufgehoben, sobald keine Gefahr mehr besteht. (osc/kfb)

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