Nix mit Weihnachtstauwetter - es wird knackig kalt!

Wie stehen die Winter und Schnee-Chancen Weihnachten, im Dezember 2020 und zum Jahreswechsel?

Der Dezember wird eisig und trocken - und Weihnachten richtig kalt

Weihnachten 2020 wird ja definitiv anders. Corona-Weihnachten. Ob es uns gefällt oder nicht…. Aber wenn eines konstant war in diesem für uns alle schwierigen Jahr, dann ja wohl das Wetter. Im Frühling machte uns der dauerhafte Sonnenschein Lockdown 1 erträglich, im November scheint die Sonne in Lockdown 2 auch über alle Maßen und versüßt uns wenigstens den Spaziergang, den wir ja machen dürfen.

Und es kommt noch besser: Denn die Prognosen sehen so aus, als ob Weihnachten in diesem Jahr kalt, klar und trocken werden würde. Das wäre doch toll. Nix mit dem klassischen Weihnachtstauwetter und dem siffigen Matsch. Richtig klare kalte Winterluft, dazu ein bisschen Tannenduft und der Geruch von Plätzchen und Tee drinnen. Das ist doch was! Schauen wir mal in die schnell nahende Zukunft unserer Weihnachtsfeiertage und auf den Jahreswechsel:

Im Video oben: Wann bleibt der erste Schnee liegen?

Hintergrund und mehr zum Thema Winter:

Der 42-Tage-Trend für das Flachland am Beispiel Hannover

Der 42-Tage-Trend für Hannover zeigt ein eindeutiges Bild. Rund um die Weihnachtsfeiertage kein Niederschlag und kalt.
Der 42-Tage-Trend für Hannover zeigt ein eindeutiges Bild. Rund um die Weihnachtsfeiertage kein Niederschlag und kalt. Hannover steht beispielhaft, egal ob wir uns die Grafik für Bremen, Hamburg oder Rügen anzeigen lassen - sieht überall ähnlich aus.

Das Wetter im Flachland: Kalter Dezemberstart und Richtung Weihnachten kalt und trocken

Wenn die Prognosen in die richtige Richtung gehen, dann wird nach dem November auch der Dezember viel zu trocken. Der Start wird sehr kalt mit Höchstwerten kaum über 0. Und wir reden hier über das Norddeutsche Tiefland, nicht über 500 Meter hoch gelegenen Städte in Süddeutschland. Der Dezember geht dann ohne heftigen Wintereinbruch und ziemlich trocken dahin, ehe es Weihnachten wirklich klar und kalt wird. Höchsttemperaturen für Hannover an den Weihnachtsfeiertagen etwa 3 Grad. Uff. Da würde uns ein Glühwein tatsächlich gut zu Gesicht stehen. Das klassische Weihnachts-Tauwetter kommt dann offenbar in Richtung Jahreswechsel. Da sehen wir signifikante Niederschlagsechos und die Werte gehen hoch. Silvester also im Regen? Naja, wird ja dieses Jahr eh keine Party geben.

42 Tage-Vorhersage für die Mittelgebirge am Beispiel Erzgebirge

Der 42-Tage-Trend für den Fichtelberg sieht nach klirrender Kälte über Weihnachten aus.
Der 42-Tage-Trend für den Fichtelberg sieht nach klirrender Kälte über Weihnachten aus. Die Mittelgebirge dürfen sich über Dauerfrost freuen.

Die Mittelgebirge erstarren in der Kälte

So, jetzt gehen wir schon mal ans Eingemachte. Für die Mittelgebirge sieht es über Weihnachten echt nach Dauerfrost aus – zumindest auf den Bergen. Blicken wir auf den Fichtelberg, den höchsten Berg Sachsens mit mehr als 1.200 Metern Höhe, dann friert es einen schon beim Hingucken. In der Höhe sieht es derzeit für den kompletten Dezember nach Dauerfrost aus. Wenn wir jetzt Skifahren dürften, wäre sicher einiges möglich im Erzgebirge. Für die westlichen Mittelgebirge sieht es ebenfalls nach ziemlich heftigem Winter in den Höhen aus. Die Schneeproduktion wäre demnach kein Problem.

Richtig viel Naturschnee sehen wir nicht fallen, da die zu trockene Tendenz sich auch in den Dezember rettet. Wie für das Flachland scheint sich das Ende der kalten Periode auch in den Bergen nach Weihnachten einzustellen. Wenn viele Menschen frei haben, wird es also dann das nasse Tauwetter zwischen den Jahren geben.

42 Tage-Vorhersage für den Süden und die Berge am Beispiel von München

Der 42-Tage-Trend für München zeigt einen außergewöhnlich kalten Dezember.
Der 42-Tage-Trend für München zeigt einen außergewöhnlich kalten Dezember.

Das Wetter im Süden: Selbst München wird zum Schockfroster

Steigen wir mal gleich mit dem Kracher ein: -10 Grad über Weihnachten in München. Boing, das sitzt. Tagsüber auch nur um die 0 Grad, das wird mal ein klirrendes Weihnachten im Süden. Und wir schauen hier ja nur auf München, in den Alpen wird die ganze Sache noch eine Stufe knackiger. Im Dezember brauchen wir also definitiv die ganz dicken Winterklamotten. Leider sieht es ja mit Skifahren wegen diesem renitenten Virus nicht so gut aus. Gönnen wir also der Tierwelt diese kalte Pause in den verwaisten Bergen und vergnügen uns die Zeit mit einer Schneeballschlacht im Dorf. Allerdings müssen wir mit dem Wurfmaterial haushalten, denn viel Niederschlag scheint nicht runterzukommen im Dezember. Es sieht nach einem klaren und kalten Monat aus, der tendenziell zu trocken wird. Und zumindest was den Süden angeht auch wirklich mal dauerhaft kalt. Nur in Richtung Jahreswechsel geht es auch hier nach oben mit den Temperaturen.

So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unsere 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben. Dieser Artikel wird immer am Wochenende mit neuen Karten aktualisiert

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