Der Wetter-Tag bei wetter.de

In der Nacht bleibt’s im Süden klar, im Norden ziehen noch Schauer durch.

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

In der Nacht zum Samstag bleibt der Süden meist klar – dort kühlt es bei sternenklarem Himmel angenehm auf 17 bis 12 Grad ab. In der Mitte zeigt sich der Himmel teils wolkig, teils klar. Der Norden hingegen bleibt unter einer dichten Wolkendecke, stellenweise fällt noch etwas Regen. An der See sowie im Nordosten weht weiterhin ein frischer Wind, während es im Süden ruhig bleibt. Die Tiefstwerte liegen je nach Region zwischen milden 15 Grad im Süden und frischen 8 Grad im Nordwesten.

Der Freitag legt einen Spagat hin: Während der Norden und Osten Deutschlands noch mit dichten Wolken und letzten Schauern aus der Nacht kämpfen, kommt im Süden richtig Sommerstimmung auf. Dort scheint die Sonne von früh bis spät, die Temperaturen klettern auf bis zu 30 Grad – ideal fürs erste Feierabendbier im Freien. In der Mitte pendeln sich die Höchstwerte zwischen 19 und 24 Grad ein.

Im Norden bleibt es dagegen wolkenverhangen, besonders an der Küste wird der Wind ruppig – stürmische Böen sind möglich. Im Binnenland reicht’s für frischen West- bis Nordwestwind. Die gute Nachricht: Die Schauer lassen im Osten am Vormittag nach, im Westen war’s nachts schon meist trocken.

Deutschland trocknet aus – Wie schlimm steht’s wirklich?

Besonders im Norden leidet der Boden unter extremer Dürre. Erste Ernten wackeln. Die Daten im Überblick.
Besonders im Norden leidet der Boden unter extremer Dürre. Erste Ernten wackeln. Die Daten im Überblick.

Der Mai 2025 zeigt sich nicht von seiner frischen Seite – sondern von der staubigen. Wer barfuß durch den Garten läuft, spürt es direkt: Der Boden ist knüppeltrocken, die Risse tief. Laut aktuellem Dürremonitor sind die oberen 25 Zentimeter Erdreich in vielen Regionen so ausgedörrt wie sonst nur nach wochenlanger Hitze.

Besonders betroffen: Der Norden und Osten – hier herrscht teils extreme Dürre. Die Situation erinnert an das Horrorjahr 2018, wird in manchen Gebieten sogar übertroffen. Der März brachte kaum Regen, der April geizte ebenfalls. Und jetzt, mitten im Frühjahr, ist vielerorts schon Schluss mit Keimfreude auf dem Feld. Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Im Alpenvorland und Teilen des Nordens ist noch etwas Restfeuchte vorhanden. Doch ob die paar Gewitter am Wochenende das Ruder rumreißen? Eher unwahrscheinlich.

Rekordhitze bleibt das neue Normal

Der globale Hitzerekord 2024 war offenbar kein Ausrutscher – sondern ein Ausblick. Die Weltwetterorganisation (WMO) rechnet fest damit, dass auch die kommenden fünf Jahre neue Temperaturrekorde liefern werden. Mit 70 Prozent Wahrscheinlichkeit wird eines der Jahre sogar heißer als 2024. Die 1,5-Grad-Marke? Könnte dauerhaft fallen – und erstmals droht laut Prognose sogar ein einzelnes Jahr mit +2,0 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit.

Für WMO-Vizechefin Ko Barrett ist klar: Eine Atempause ist nicht in Sicht. Der Klimatrend zeigt weiter steil nach oben – mit massiven Folgen für Natur, Gesundheit und Wirtschaft. Besonders bitter: Noch immer wird weltweit auf fossile Brennstoffe gesetzt. Klimaforscherin Friederike Otto nennt das schlicht „Wahnsinn“.

Der Druck auf die UN-Klimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém wächst. Dort wird im November über neue Klimapläne beraten. Hoffnung macht nur ein kleiner Lichtblick aus Brüssel: Die EU ist (theoretisch) auf Kurs für ihre 2030-Ziele. Wenn die Mitgliedsstaaten auch liefern.

Mai 2025: Der große Regen rettet die Statistik

Es sah lange nach einem historischen Dürrejahr aus – doch der Mai 2025 hat nochmal kräftig gegossen. Mit rund 40 Litern Regen pro Quadratmeter im Landesschnitt hat sich der Monat gerade noch aus der Liste der zehn trockensten Mai-Monate rausgewässert. Damit ist auch der Titel des trockensten Frühjahrs aller Zeiten (bislang 1893 mit 81 Litern) Geschichte. Und es könnte noch weitergehen: Nur drei Liter fehlen aktuell zum Überholen des zweittrockensten Frühjahrs von 2011 (88 Liter).

Was heißt das? Die Natur atmet auf. Felder, Wälder und Hobbygärten haben den Nachschub bitter nötig gehabt. Zwar kam der Regen spät – aber immerhin kam er. Damit kippt ein weiterer Klimarekord, wenn auch nicht im klassischen Sinn: Statt neuer Dürre gibt’s diesmal ein feuchtes Happy End.

Bleibt die Frage: War’s das schon – oder kommt da noch was? Der Juni steht schon in den Startlöchern. Und der ist bekanntlich für Wetterüberraschungen gut. Hier könnt ihr nachlesen, was uns in den kommenden Tagen erwartet.

Entwicklung der jährlichen Niederschlagsmenge in Deutschland im Zeitraum 1959 bis 2024
Seit 2010 fällt in Deutschland meist weniger Regen als früher – 2018 fehlten rund 230 mm, 2022 etwa 69 mm. Solche Abweichungen nennt man Niederschlagsanomalien.

Gericht stoppt Klimaklage – aber öffnet Tür für weitere

RWE kann erstmal aufatmen: Die Klimaklage eines peruanischen Bauern wurde abgewiesen. Sein Haus sei aktuell nicht direkt bedroht, urteilte das OLG Hamm. Aber: Das Gericht stellte klar, dass große Emittenten wie RWE grundsätzlich für Klimaschäden verantwortlich gemacht werden könnten – auch wenn sie Tausende Kilometer entfernt auftreten. Kläger Saúl Luciano Lliuya forderte eine Beteiligung an Schutzmaßnahmen gegen Überflutungen durch Gletscherschmelze. Zwar bekam er kein Geld, aber dafür ein Statement mit Signalwirkung. Aktivisten feiern das Urteil als Meilenstein – auch weil das Gericht bestätigte, dass CO2-Verursacher künftig durchaus zur Kasse gebeten werden könnten.

RWE sieht’s anders – von „gescheitertem Präzedenzfall“ ist die Rede. Doch wer genau hinschaut, merkt: Der Boden für neue Klimaklagen ist bereitet. Und der nächste Kläger steht womöglich schon in den Startlöchern.

Sommerfeeling mit Knalleffekt: Gewitter-Warnung für NRW

Sonne und Wolken
Zwischen Sonnenschein und Gewitterlaune ist in NRW dieses Wochenende alles drin.

Das lange Wochenende in NRW startet mit einem echten Wetter-Mix: Erst kommt der Sommer auf Touren, dann kracht’s. Schon am Donnerstag zeigt sich der Himmel wolkenverhangen, Regen zieht von West nach Ost. Mit 18 bis 21 Grad bleibt es noch recht mild, in höheren Lagen kühler.

Ab Freitag geht’s dann steil bergauf mit den Temperaturen: Bis zu 26 Grad sind drin – ideal für alle, die draußen was vorhaben. Noch. Denn am Samstag meldet sich der Sommer von seiner dramatischen Seite zurück. Mit bis zu 27 Grad wird’s richtig warm, gleichzeitig ziehen aus Südwesten teils kräftige Gewitter heran. Dabei kann es heftig zur Sache gehen: Starkregen, Hagel und Sturmböen sind möglich.

Auch der Sonntag bleibt turbulent: sommerlich warm, aber mit Gewittergefahr im Gepäck. Kurz: Das Wetter fährt Achterbahn – wer draußen unterwegs ist, sollte einen Blick gen Himmel riskieren.

Wechselhaftes Wetter an Christi Himmelfahrt im Norden: Sonne, Regen und Wind im Mix

Christi Himmelfahrt fällt im Norden buchstäblich ins Wasser – zumindest teilweise. Während der Tag in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern noch freundlich beginnt, zieht am Nachmittag Regen von der Nordsee her auf. Dazu weht ein teils kräftiger Südwestwind, besonders an den Küsten. Die Temperaturen liegen bei milden 15 bis 18 Grad.

Der Freitag bleibt grau mit gelegentlichem Sprühregen, ab und zu lockert es aber auf – vor allem im Binnenland. Hamburg könnte sich über bis zu 23 Grad freuen, während Helgoland mit 15 Grad eher kühl bleibt. Am Samstag wird’s freundlicher: Sonne und Wolken wechseln sich ab, die Schauer machen eine Pause.

Doch der Sonntag bringt neues Wetterchaos: Während es morgens noch ruhig ist, drohen ab dem Mittag erneut Schauer, Gewitter und sogar Starkregen – besonders in Mecklenburg-Vorpommern. Mit bis zu 24 Grad bleibt es immerhin angenehm warm.

Vollgelaufene Keller, umgeknickte Bäume – Worms kämpft mit Starkregen-Chaos

Ein kurzes, aber heftiges Unwetter hat am Mittwochabend die Stadt und den Landkreis Alzey-Worms schwer getroffen. Besonders der Wormser Stadtteil Pfeddersheim wurde regelrecht überflutet – innerhalb kürzester Zeit prasselten dort rund 80 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel.

Straßen wurden zu Flüssen, Gullydeckel schossen in die Höhe, und Keller verwandelten sich in kleine Seen. Auch der Wind spielte mit: Sturmböen knickten Bäume um, blockierten Fahrbahnen und sorgten für zusätzliche Gefahr.

Die Feuerwehr rückte zu rund 80 Einsätzen aus – mit Kettensägen, Pumpen und Drehleitern. Teilweise im Minutentakt gingen Notrufe bei der Leitstelle ein. Um dem Ansturm Herr zu werden, wurden kurzerhand zusätzliche Leitungen und Personal aktiviert.
Das Gewitter zog zwar weiter – doch die Aufräumarbeiten in Worms werden wohl noch einige Zeit andauern. Immerhin: Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.

Sonne, Schauer, frühsommerlich – das Wetter am Vatertag

Am Feiertag zu Christi Himmelfahrt bleibt das Wetter wechselhaft. Zwischen Alpen und Erzgebirge sind letzte Schauer unterwegs, später kann es auch im Westen und Nordwesten örtlich regnen. Im übrigen Land zeigt sich dagegen zeitweise die Sonne – am freundlichsten wird es an der Ostsee und am Oberrhein. Dort steigen die Temperaturen auf frühsommerliche 22 bis 24 Grad, sonst werden 15 bis 19 Grad erreicht. Der Wind weht deutlich schwächer als zuletzt.

Wetterlage: Warmfront erreicht Deutschland

Wetterlage Karte
Ab Freitag kann sich die Luft deutlich erwärmen.

Die von Nord nach Süd über Deutschland ziehenden Frontensysteme von Tiefdruckgebiet Ole mit Kern über der westlichen Ostsee bringen unbeständiges und windiges Wetter. Während der Südwesten morgen bereits zunehmend unter Hochdruckeinfluss gerät, wird der Südosten noch von Frontenresten beeinflusst und die Warmfront eines weiteren Tiefs erreicht im Tagesverlauf mit Regen den Nordwesten. Dahinter kann sich die Luft ab Freitag vor allem im Süden und in der Mitte deutlich erwärmen, am Oberrhein sind bis zu 30 Grad möglich, wobei es ab Samstag aber schon schwüler und von Westen her gewittriger wird.