Winter-Comeback zu Ostern 2017: Schnee, Glatteis und Kälte im April

Schnee, Glätte, Kälterekorde im April
Schnee und Glätte an Ostern sind nicht außergewöhnlich. In diesem Jahr kommt es aber besonders dicke. © imago/Rene Traut, RT, imago stock&people

Erstmal sei klargestellt: Frost gehört zum April und auch Schneefälle sind in diesem Monat die Regel. Schließlich entsteht das typische Aprilwetter dadurch, dass kalte Luft in der Höhe bei schon starker Sonneneinstrahlung zu verbreiteten Schauern führt.

Erheblich kälter als normal

In diesem Jahr kommt es aber besonders dick: Deutschland hat eine Luftmasse von Nordwesten her erreicht, die am Ostersonntag zum üblichen Schauerwetter führte, wobei aus Mecklenburg-Vorpommern gebietsweise Schneedecken bis zu 2 cm gemeldet wurden. Tagsüber war es mit Werten zwischen 7 Grad im Nord- und Südosten sowie 13 Grad im Südwesten nur im Südosten erheblich kälter als normal. Normal sind im Nordosten 11, im Südosten 14 Grad.

Ein kleinräumiges Tief namens ‚Peter‘ zog in der Nacht von Sonntag auf Montag von Benelux her nach Südostdeutschland und intensivierte sich dabei so stark, dass entlang seiner Bahn der Schnee sogar in Höhen von 200 m liegen blieb. An den Alpen führte die nördliche Strömung zunächst zu Dauerregen, dann zu Dauerschneefall. An der Zugspitze kann die Schneedecke bis zum Donnerstag, an dem das Ende der Schneefälle erwartet wird, durchaus auf 400 cm anwachsen. Dies wäre nach den trockenen Vormonaten allerdings ein ganz normaler Aprilwert.

Video: So geht es mit den Niederschlägen weiter

Trocken, aber oft trüb
Trocken, aber oft trüb Der Regen- und Wolkenfilm für 48 Stunden 00:41

Gefahr durch Glätte im Berufsverkehr

Bis Dienstag gibt es für Deutschland verbreitet intensive Schauer, örtlich auch mit Gewittern. Durch die Intensität können diese sogar tagsüber bis in die Niederungen als Schnee fallen. Dienstagfrüh kann sich das im Berufsverkehr recht behindernd auswirken. Hier kann es glatt werden.

Gute Aussichten für Kälterekorde

Wintereinbruch im April
Sieht schön aus, will aber im April kaum jemand noch haben. Auch die Bamberger sicher nicht. © dpa, Nicolas Armer, nar axs

Die Sonne, so sie scheint, kann die Luft am Mittwoch und Donnerstag nicht über 10 Grad aufheizen. Insbesondere an den Orten, an denen die bisher niedrigsten Maxima mehr als 7 Grad betrugen, haben gute Aussichten auf Kälterekorde. Der deutsche Wärmerekordhalter Kitzingen am Main geht da sehr aussichtsreich ins Rennen.

Wenn es nachts unter Einfluss von Hoch Querida aufklart, gibt es selbstverständlich Frost. In diesem Jahr sinkt die Temperatur örtlich unter minus 5 Grad. So werden auch all die Orte, die bislang am 20.April noch nie Temperaturen unter null Grad erlebten, an diesem Datum erstmals einen Frosttag verzeichnen.

DWD