Goldener Glanz bröckelt gewaltig
Tiefs kommen näher: Wann ereilt uns die Wetterwende?
Bisher besticht der Herbst oftmals durch Sonne und Wärme. Doch das dürfte sich bald ändern. Ab Mitte kommender Woche werden die Weichen neu gestellt. Wir schauen auf die Folgen.
Altweibersommer genießen, solange es noch geht

Insbesondere der Süden und der Südwesten kommen in den nächsten Tagen in den Genuss von herrlichem Spätsommer gepaart mit teils kalten und dunstigen Nächten. Mehr Altweibersommer geht kaum. Aber auch der Norden erntet zwischen Wind, Wolken und frischeren Werten mal ein paar mehr Lichtblicke. Vor allem am zunehmend sonnigen Sonntag. Ein bisschen mehr Wärme prophezeien die Wettercomputer den Nordlichtern dann kommende Woche Mittwoch, bevor es durchweg herbstlicher werden dürfte.
Wettertrend im Oktober will Regen

Ab nächsten Donnerstag spekulieren die Wettermodelle vermehrt auf wechselhaftere Zeiten. Spätestens gilt das ab der Monatsmitte. Parallel soll demnach ebenfalls kältere Luft mitspielen. Hierbei sind die ganz kalten Ansätze, die auch Schnee bis in tiefere Lagen im Gepäck hätten, zwar wieder raus gerechnet. Dennoch will die experimentelle Langfrist ein spürbar kühleres Szenario an den Start bringen, was sich ebenso in der weiteren Entwicklung im November zeigt.
Wie wird das Wetter im November 2023 in Deutschland?

Hierbei geht die experimentelle Langfrist aktuell unterschiedliche Wege. Laut dem amerikanischen Wetterdienst NOAA erwartet uns ein deutlich zu warmer und tendenziell zu trockener November. Anders sieht es die Saison-Vorhersage basierend auf dem europäischen Wettermodell, der auch der wetter.de-Trend zugrunde liegt. Demnach wäre der Niederschlagshaushalt im Soll, allerdings hätte angesichts der Temperatur-Prognose auch Schnee nennenswerte Anteile. Nochmals krasser sind indes übrigens die momentanen Trends für den Start in den Winter im Dezember.
Eiskalter Block im Dezember?

Wäre der Dezember 2023 nach der NOAA-Klimaprognose leicht zu warm bis durchschnittlich, was auch schon eher selten ist, so zieht der wetter.de-Trend ganz andere Register. Wenn das tatsächlich die Entwicklung wäre, dann würde uns einer der kältesten Dezember-Monate der letzten Jahrzehnte erwarten. Sicherlich eine Traumvorstellung für eingefleischte Winterfreunde. Aber – und das wird den Rest der Nation wahrscheinlich erfreuen – ein wenig wahrscheinliches Ereignis. So oder so scheint es eine spannungsgeladene Entwicklung werden zu wollen, die auch die ein oder andere Überraschung bringen kann.
Was können wir normalerweise vom Herbst erwarten?
- Die heißesten Temperaturen bringt der Herbst für gewöhnlich zu Beginn, wenn die Sonne noch kräftig ist und die Tage lang
- Spitzenreiter im Herbst mit 36,5 Grad sind die Wetterstationen an der Sternwarte in Jena (gemessen im Jahr 1911) sowie Bühlertal in Baden-Württemberg (gemessen im Jahr 1947).
- Und selbst im ersten Oktoberdrittel sind in den Wetter-Hitlisten noch Spitzen von etwas über 30 Grad verzeichnet
- Gleichzeitig legt aber mit häufigeren Nachtfrösten natürlich schon die Kälte nach und lässt im Laufe des Herbstes wiederholt die Schneefallgrenze sinken
- Statistisch gesehen können wir dabei im Deutschlandmittel auf rund 330 Sonnenstunden hoffen
- Regen ist im Schnitt um die 190 Liter pro Quadratmeter drin
- Die Temperaturmittel liegt bei rund 9 bis 10 Grad
- Eine der schönsten Phasen im Herbst ist der Altweibersommer, der für gewöhnlich ab Mitte September los legt
- Wann in Deutschland für gewöhnlich der erste Schnee liegen bleibt, gibt’s im oben im Video.
Obacht bei der Langfrist
Langfristberechnungen sind mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Denn mit den Computertrends über fünf bis bis zehn Tage im Voraus oder gar mit Blick auf ganze Monate oder Jahreszeiten hinaus, verlassen wir die klassischen Wetterprognosen und wechseln in den experimentellen Bereich. Das sind eigentlich eher Hilfsmittel, die zum Beispiel der Energiewirtschaft dienen können.
Unsere Wettertrends und Themenseiten
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(bal, ppa)



