Wetterlexikon: Warmzeit

Wetterlexikon: Warmzeit
Eine Figur eines Steinheimer Urmenschen (homo heidelbergensis) aus der Holstein-Warmzeit vor 415.000 – 400.000 Jahren. © picture alliance / dpa, Daniel Naupold, dna kno

Was ist die Warmzeit?

Die Warmzeit ist eine erdgeschichtliche Epoche der Klimaschwankung. Sie ist auch unter dem Begriff Interglazial bekannt und wird von der Geologie auf eine wärmere Phase zwischen zwei Eiszeiten festgelegt. Aus diesem Grund wird die Warmzeit zuweilen auch als Zwischeneiszeit bezeichnet.

10.000 bis 40.000 Jahre nach Beginn einer Warmzeit folgt meist die nächste Eiszeit

Die wichtigste Eigenschaft der Warmzeit ist relative Klimagunst. So soll zwischen Kaltzeiten eine erhebliche Erwärmung stattgefunden haben. In Folge dieser Erwärmung soll das Klima auf ähnliche Werte angestiegen sein, wie man sie heute gewöhnt ist. Das Tertiär ist in diesem Zusammenhang eines der bekanntesten Beispiele, aber auch die gegenwärtige Zeit, das sogenannte Holozän, lässt sich als Warmzeit bezeichnen. Die Klimagunst setzte vor rund 12.000 Jahren ein. Wie lange sie genau andauern wird, ist bislang unklar.

In der Warmzeit steigt der Meeresspiegel an. Flora und Fauna erholen sich und besiedeln ehemalige Gletschergebiete. Zwischen 10.000 und 40.000 Jahre nach Einsetzen der Warmzeit beginnt in der Regel die nächste Eiszeit.