Wetterlexikon: Wächte

Wetterlexikon: Wächte
Snowboardlehrer Berny Stoll springt am 02.02.2012 bei Hochfügen (Österreich) während der Abfahrt vom 2.244 Meter hohen Sonntagsköpfl über eine Wächte. © picture alliance / dpa, Marc Tirl, mac

Was ist eine Wächte?

Die Wächte ist eine spezielle Form von Schneeverwehung, die nur in Gebirgen vorkommt und die zwei häufigsten Schneeverwehungsarten kombiniert: Zum einen Schnee, welcher an windgeschützte Stellen verfrachtet wird, zum anderen Schnee, der unter Winddruck an Hindernisse gepresst wird. Beide Prozesse sorgen für die hohe Festigkeit und kompakte Struktur einer Wächte.

Wächten wachsen in Windrichtung

Charakteristisch für Wächten ist, dass sie teils deutlich über die darunterliegende Feldbasis herausragen, weil sich lockerer Schnee an einer windgeschützten Stelle anhäuft, zum Beispiel hinter Berggraten oder Felsplateaus. Diese Anhäufung überragt das Hindernis und der Wind presst neu hinzukommenden Schnee unter Druck auf die Anhäufung. Wächten wachsen immer in Windrichtung.

Gerade für Bergsteiger und Tourengeher können Wächten zu einer Gefahr werden. Besonders die sogenannte Wächtespalte, eine Art Sollbruchstelle einer Wächte, ist gefährlich. Dies ist eine Spalte, welche von Schnee überdeckt ist. Wird zu großes Gewicht auf diese Wächte ausgeübt, kann sie nach unten wegbrechen.