Bedingung für die Entstehung von Kleintromben ist eine bodennahe Überhitzung

Wetterlexikon: Staubhose

Wetterlexikon: Staubhose
Staubhosen können Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h erreichen. © picture alliance / WILDLIFE, WILDLIFE/H.Schweiger

Was ist eine Staubhose?

Eine Staubhose oder Kleintrombe ist ein kleiner, relativ harmloser Luftwirbel aus Sand und Staub, der in Durchmesser und Höhe meist gering bleibt. Der Wirbel trägt auch die Namen Staubteufel oder Staubtrombe. Staubhosen entstehen, wenn die Atmosphäre nahe des Bodens überhitzt. Durch Drehimpulse und Rotation aufsteigender Thermik gerät die Luft in Bewegung und trägt Staubpartikel mit sich. Staubhosen können Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h erreichen, liegen im Allgemeinen aber darunter und richten auch nur wenige bis keine Schäden an.

Die Ausdehnung einer Staubhose ist sehr unterschiedlich

Dennoch gibt es Tromben, die bis zu 200 Meter breit und mehrere hundert Meter hoch sein können. Auch bei der Bewegung und beim zeitlichen Bestand ist alles möglich, von wenigen Sekunden und keiner Bewegung bis zu einigen Stunden und abgedeckten Häuserdächern. Durch die Entstehungsbedingungen treten Staubhosen vor allem in Wüsten und wüstenähnlichen Landschaften auf. In den gemäßigten Breitengraden sind sie nur selten auf freien Flächen zu sehen.