Im Frühjahr auftretendes Frostereignis

Wetterlexikon: Spätfrost

Wetterlexikon: Spätfrost
Vereiste Apfelblüten am 20.04.2017. Um junge Früchte und Blüten vor Spätfrost zu schützen, setzen Winzer und Obstbauern die sogenannte Frostberegnung ein. © dpa, Patrick Seeger, pse wie mut gfh

Was ist Spätfrost?

Frost, der nicht im Winter, sondern noch in den Frühlingsmonaten auftritt, wird als Spätfrost bezeichnet. Beim späten Frost kommt es zu kleinen Eisablagerungen an der Bodenoberfläche. Diese können besonders für Pflanzen gefährlich werden. Im Frühling ist ein Großteil der Nutzpflanzen und Blumen schon aus der Erde gekommen. Viele dieser Pflanzen besitzen sehr empfindsame Blätter und Blüten, die durch Spätfrost schnell zerstört werden können.

Der Spätfrost hält nicht lange durch

Spätfrost bildet sich selten am Tag, sondern eher in der Nacht, wenn die Temperaturen noch leicht unter den Gefrierpunkt wandern. Begünstigt wird der Spätfrost durch Reliefunterschiede, also Mulden- und Tallagen. Pflanzen sollten bei Spätfrost immer ausreichend mit Zweigen oder einem kleinen Zelt geschützt werden. Der Spätfrost bleibt nicht lange erhalten, denn sobald die Temperaturen wieder über dem Gefrierpunkt liegen, schmelzen die kleinen Eiskristalle.