Messgerät um den Wassergehalt und die Dichte einer Schneedecke zu bestimmen

Wetterlexikon: Schneesonde

Wetterlexikon: Schneesonde
Eine Schneesonde ist ein Instrument, welches zur Ermittlung des Wassergehalts und der Dichte einer Schneeschicht eingesetzt wird. © dpa, Bertinussen, Rune Stoltz, jga lof

Was ist eine Schneesonde?

Eine Schneesonde, auch Schneeausstecher genannt, ist ein rohrförmiges Messgerät, welches dazu verwendet wird, den Wassergehalt und die Dichte einer Schneedecke zu bestimmen. Um diese Werte zu ermitteln, sticht man die Schneesonde zuerst in die Schneedecke und hebt dann eine bestimmte Masse an Schnee aus. Anschließend wird die Höhe der ausgestochenen Schneedecke bestimmt und die ausgestochene Schneemasse gewogen. Anhand dieser Werte lässt sich der Wassergehalt der Schneedecke berechnen, welcher in der Fachsprache als Wasseräquivalent bezeichnet wird.

Die Messwerte werden meist in einem Wettertagebuch nachgehalten

Das Wasseräquivalent gibt an, wie viel Wasser in einer bestimmten Menge Schnee enthalten ist. Außerdem wird die Dichte des Schnees berechnet, die als Wassergehalt einer ungestörten Schneeschicht pro Raumeinheit definiert wird. Die gemessenen Werte werden meistens in ein Wettertagebuch eingetragen und per Funk an eine regionale Wetterzentrale übertragen. Der Wassergehalt des Schnees und die Schneedichte sind für die Klimaforschung von großer Bedeutung.