Schneebretter entstehen in Hängen, die 25 Grad oder steiler sind

Wetterlexikon: Schneebrett

Wetterlexikon: Schneebrett
Schutzzäune auf dem Belleverde in den französischen Alpen (Val d'Isere) sollen das Abgehen von Lawinen und Schneebrettern verhindern. Aufnahme von 1989. © picture-alliance / dpa, Harald Menk

Was ist ein Schneebrett?

Ein Schneebrett ist eine an der Oberfläche verfestigte flache Schneemasse, die an einem Berghang einen Überhang bildet. Reißt das Schneebrett ab und stürzt zu Tal, spricht man von einer Schneebrettlawine.

Schneebretter und Schneebrettlawinen hängen von der Neigung des Hangs ab

Schneebretter können auch aus sehr weichem Schnee bestehen. Die Bezeichnung leitet sich vom Erscheinungsbild der Schneebrettlawine ab, bei deren Entstehung die Schneemassen in einem Stück, wie ein Brett, quer zum Hang abreißen.

Das Entstehen von Schneebrettern und Schneebrettlawinen ist von der Hangneigung abhängig. Sie können erst bei Neigungswinkeln ab 25 Grad bis maximal 50 Grad auftreten. Schneeflocken verlieren am Boden ihre sechseckige Form, verfilzen und werden zu harten Körnern. Bei einem großen Temperaturgefälle zwischen Luft und Boden können die Körner zu säulenförmig geschichteten Kristallen wachsen. Zerbrechen diese Säulen durch die Last des darüberliegenden Schnees oder zum Beispiel durch einen Skifahrer, bilden sie eine Gleitschicht, auf der sich das Schneebrett mit hoher Geschwindigkeit hangabwärts bewegt.