Dieser Wind beeinflusst besonders im Spätherbst und Winter das Wetter in Südkalifornien

Wetterlexikon: Santa-Ana-Wind

Wetterlexikon: Santa-Ana-Wind
Ein Feuerwehrmann beobachtet am 14. Oktober 2008 in Porter Ranch (Kalifornien, USA) einen Brand. Was als kleines Feuer begann, wurde durch den starken Santa Ana-Wind auf über 10.000 Hektar vergrößert. © dpa, A2800 epa Michal Czerwonka

Was ist der Santa-Ana-Wind?

Die Santa-Ana-Winde sind trockene, warme Fallwinde, die besonders zwischen September und März das Wetter Kaliforniens beeinflussen. Sie entstehen, wenn sich über dem Großen Becken, also dem Hochplateau von Nevada, Idaho und Utah, ein Hochdruckgebiet bildet. Die zunächst kalte Luft bewegt sich Richtung Pazifikküste, wird auf ihrem Weg durch die Gebirgs-Canyons stark beschleunigt und erwärmt sich außerdem durch den Höhenabfall. Nachdem der Santa-Ana-Wind die Mojavewüste durchquert hat, erreicht er als extrem trockener, heißer Wind Kalifornien und kann Los Angeles selbst im Winter Temperaturen von 30 Grad Celsius bescheren.

Der Santa-Ana-Wind wird auch Teufelswind oder Teufelshauch genannt

Der Santa-Ana-Wind kommt plötzlich, ist unberechenbar und facht mit seiner Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h nicht selten gefährliche Waldbrände an. Daher wird er auch Teufelswind oder Teufelshauch genannt. Für die häufig auftretenden Turbulenzen beim Landeanflug auf Los Angeles ist er ebenfalls verantwortlich. Mehrere tausend Windturbinen in Kalifornien nutzen die Kraft der Santa-Ana-Winde zur Stromgewinnung.