Saharastaub kann durch Winde große Distanzen in der Erdatmosphäre zurücklegen

Wetterlexikon: Saharastaub

Was ist Saharastaub?

Saharastaub ist der trockene Staub der Sahara, der mithilfe des Windes große Distanzen in der Erdatmosphäre zurücklegen kann. Über 50 Prozent des Staubes in der Erdatmosphäre stammen aus den Wüstengegenden der Erde und fast zwei Drittel der Winderosion der Erde stammen aus der Sahara.

Die Sahara produziert etwa 500 Millionen Tonnen Staub im Jahr

Hohe Bodentemperaturen und die damit entstehenden warmen Stürme sind für die Entstehung des Saharastaubes verantwortlich, der bis in Höhen von 5.000 Metern erhalten bleibt. Etwa 500 Millionen Tonnen Staub produziert die Sahara jährlich. Dabei übernehmen die darin enthaltenen Nährstoffe wie Kalzium und Magnesium einen wichtigen Anteil an der Versorgung der Wälder.

Auch in Deutschland ist Saharastaub bekannt, denn bei bestimmten Wetterlagen kommt es auch bei uns zu einem erhöhten Staubanteil in der Luft. Trockenheit, milchiger Dunst und eine außergewöhnliche Streuung des Sonnenlichts sind Begleiterscheinungen dieses Phänomens. Etwa 5 bis 15 Mal im Jahr wird Saharastaub bis nach Europa transportiert.