Seit den 1970er Jahren wurde das Quecksilberthermometer mehr und mehr durch das Alkoholthermometer ersetzt

Wetterlexikon: Quecksilberthermometer

Wetterlexikon: Quecksilberthermometer
Fieberthermometer mit Quecksilber. © picture alliance / WILDLIFE, WILDLIFE/D.Harms

Was ist ein Quecksilberthermometer?

Ein Quecksilberthermometer ist ein Instrument zur Temperaturmessung, welches zur Gruppe der Flüssigkeitsthermometer gehört. Als Thermometerflüssigkeit dient Quecksilber, ein Metall, das bei Zimmertemperatur flüssig ist und zwischen Gefrierpunkt und Siedepunkt einen großen Temperaturbereich von -38 °C bis + 350 °C abdeckt. Durch chemische Zusätze kann der Messbereich sogar auf -58 °C erweitert werden. Quecksilber dehnt sich temperaturabhängig aus. Dem Stand der Quecksilbersäule im Thermometer wird durch eine Skala ein Temperaturwert zugeordnet.

Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall

Der Vertrieb von Quecksilberthermometern ist wegen Gesundheitsgefahren besonders beim Einatmen von Dämpfen seit 2014 EU-weit nur noch für wissenschaftliche und medizinische Zwecke erlaubt.

Geht ein Quecksilberthermometer zu Bruch, darf das flüssige Quecksilber nicht mit Staubsauger oder Besen verwirbelt werden. Ist kein spezielles Absorptionsmittel aus der Apotheke zur Hand, hilft z. B. Aufsaugen mit einer Einwegspritze oder die Aufnahme mit einem Klebeband. Reste sind als Sondermüll zu entsorgen. Bei Einatmen, Hautkontakt oder Verschlucken sollte eine Arzt aufgesucht werden.