Gerät zum Messen von Niederschlagsmengen

Wetterlexikon: Pluviograph

Wetterlexikon: Pluviograph
Ein Pluviograph ist ein Gerät zum Messen von Niederschlagsmengen. © picture-alliance/ dpa, Frank Rumpenhorst

Was ist ein Pluviograph?

Pluviographen, auch Ombrometer oder Hyetometer genannt, sind Niederschlagsmesser, die im Gegensatz zu Regensensoren den Niederschlagsverlauf als Menge in einem bestimmten Zeitintervall erfassen. Das Gerät wird in jeder Wetterstation eingesetzt. Die ersten Exemplare wurden 1442 in Asien und 1660 im westlichen Europa konstruiert.

Digitale Systeme arbeiten nach dem Wippen- oder dem Wägeprinzip

Ein heute noch weit verbreiteter Pluviograph wurde 1886 von Gustav Heilmann entwickelt. Er ist mit einem aus Edelstahl oder Zinkblech bestehenden Aufsatz ausgestattet und besitzt eine definierte Auffangfläche. Durch einen Trichter gelangt der Niederschlag in ein Sammelgefäß, das vor Verdunstung geschützt ist. Das aufgefangene Niederschlagswasser kann in einem Messzylinder abgemessen werden.

Digitale Systeme arbeiten nach dem Wippen- oder dem Wägeprinzip. Bei der sogenannten Kippwaage gelangt der Niederschlag auf eine Wippe, die beim Überschreiten eines vorgegebenen Gewichts nach unten kippt, sich leert und ein Messsignal auslöst. Beim Wägeprinzip wird die Menge auf der Auffangschale mit Hilfe einer Waage ermittelt.