Diese Schicht reicht vom Erdboden bis zu einer Obergrenze von etwa 500 bis 2.000 Meter

Wetterlexikon: Planetarische Grenzschicht

Wetterlexikon: Planetarische Grenzschicht
Die planetarische Grenzschicht ist eine Schicht der Troposphäre. © picture alliance, CHROMORANGE / Ernst Weingartner

Was ist eine planetarische Grenzschicht?

Die planetarische Grenzschicht ist eine Schicht der Troposphäre und für den gesamten Vertikalaustausch der Erdoberfläche und der Atmosphäre verantwortlich. Sie ist auch als Reibungsschicht, atmosphärische Grenzschicht, Peplosphäre und Planetary Boundary Layer bekannt und liegt in einer Höhe von 500 Metern bis 2 Kilometern. Die planetarische Grenzschicht besitzt über Meeren die kleinste Mächtigkeit, über Gebirgen die größte, im Mittel etwa 1.000 Meter. Die planetarische Grenzschicht wird wiederum in die laminare Unterschicht, die Prandtl-Schicht und die Ekman-Schicht unterteilt. Über ihr liegt die freie Atmosphäre.

Typisch sind turbulente Bewegungen und Richtungsänderungen des Windes

Die Höhe der planetarischen Grenzschicht ist von ihrem Untergrund und dessen Rauheit, der Windgeschwindigkeit und der vertikalen Temperaturschichtung abhängig. Besonders die Wärmeleitung und Wärmespeicherung sind vom Untergrund beeinflusst. Die vertikale Windgeschwindigkeit nimmt in dieser Schicht zu. Typisch für die planetarische Grenzschicht sind turbulente Bewegungen und Richtungsänderungen des Windes, die sich aus Reibungen mit der Oberfläche ergeben.