Auf der Nordhalbkugel weht der Passat aus Nordosten, auf der Südhalbkugel aus Südosten

Wetterlexikon: Passat

Wetterlexikon: Passat
Auf der Nordhalbkugel weht der Passat aus Nordosten, auf der Südhalbkugel aus Südosten. © picture alliance / dpa, Caroline Seidel, cas cul

Was ist ein Passat?

Der Passat ist ein gleichmäßiger Wind, der in den Regionen bis etwa 30° geographischer Breite um den Äquator auftritt. Auf der Nordhalbkugel weht er aus Nordosten, auf der Südhalbkugel aus Südosten. Je nach Charakter des Terrains, das der Passat überströmt, tritt er sowohl als trockener als auch als feuchter, mäßiger Wind auf.

Entstehung der Passatwinde

Da die Sonne fast senkrecht über dem Äquator steht, erwärmt sich die Luft dort stärker als weiter nördlich oder südlich. Warme Luft steigt auf und hinterlässt ein Tiefdruckgebiet in Bodennähe. Die Atmosphäre strebt stets dazu, Ungleichgewichte auszugleichen. Daher fließt am Boden Luft nach, die nördlich bzw. südlich vom Äquator kommt, um den Unterdruck auszugleichen – es entsteht Wind. Durch die Rotation der Erde werden diese Winde von Nord- bzw. Südwinden auf Nordost und Südost abgelenkt.