Wetterlexikon: Ozonwerte

Wetterlexikon: Ozonwerte
23.08.2011: In weiten Teilen Deutschlands herrschen Temperaturen über 30 Grad und trotz hoher Ozonwerte sind die Liegestühle des Skybeach in Stuttgart gut besucht. © dpa, Franziska Kraufmann

Was sind Ozonwerte?

Ozonwerte treffen eine Aussage darüber, wie hoch der Anteil dieses Spurengases in der Luft ist. Durch die Freisetzung von bodennahem Ozon entstehen schädliche Einflüsse auf Ökosysteme, Pflanzen, Mensch und Tier. In Deutschland wurden deshalb vom Umweltbundesamt Richtwerte festgesetzt, damit Schädigungen weitgehend vermieden werden.

Ozonalarm wird ausgelöst, wenn die Ozonkonzentration am Boden bestimmte Schwellenwerte überschreitet

Ab einem Wert von 180 µg/m3 besteht Informationspflicht gegenüber der Bevölkerung, ab 240 µg/m3 ist Alarmpflicht. Empfindliche Personen werden aber oft schon durch Ozonwerte von 120 µg/m3 beeinträchtigt. Dann heißt es, Tätigkeiten oder sogar den Aufenthalt im Freien zu meiden. Atembeschwerden, brennende Augen und Husten können auftreten. Sogar eine höhere Sterberate ist nach längeren Perioden mit hoher Ozonbelastung nachgewiesen.

Besonders kritische Werte werden in Städten, hier vor allem im Sommer bei Hitzeperioden, erreicht. Es kommt zum sogenannten Sommersmog. Bodennahes Ozon in großer Konzentration entsteht durch menschliche Mitwirkung. Stickstoffoxide aus Lacken und Lösungsmitteln sowie Kraftwerken bilden die Hauptemissionen. Einer der größten Vorstufenproduzenten von Ozon ist der Autoverkehr.