Wetterlexikon: Omegagleichung

Wetterlexikon: Omegagleichung
Nimmt die positive Vorticityadvektion mit der Höhe zu, dann folgt aus der Omegagleichung ein Anstieg der Niederschlagsmenge und die dynamische Entwicklung von Zyklonen. © picture alliance, Rolf Poetsch

Was ist eine Omegagleichung?

Die Omegagleichung stellt eine Verbindung zwischen dem Vertikalwind, der vertikalen Veränderung der Vorticityadvektion und der horizontalen Verteilung der Temperaturadvektion beziehungsweise der Schichtdickenadvektion her. Sie dient der Bestimmung des Vertikalwindes in einem bestimmten Gebiet.

Die Omegagleichung kann nur näherungsweise gelöst werden

Der namensgebende Buchstabe Omega repräsentiert dabei die Vertikalgeschwindigkeit im p-Koordinatensystem. Aufgrund ihrer Gestalt kann die Omegagleichung häufig nicht exakt, sondern nur näherungsweise gelöst werden. Allerdings ist dies in der Praxis für die Bedeutung der Omegagleichung nicht ausschlaggebend. Mit Hilfe der Formel lassen sich Regionen auffinden, in denen ein großräumiges Absinken beziehungsweise Aufsteigen vorherrscht.

Ein Aufsteigen ist meistens durch Niederschläge und Wolkenbildung charakterisiert. Soll die Omegagleichung angewendet werden, dienen Vorticityadvektionskarten als Hilfsmittel. Diese werden ausgewertet, indem man Bereiche auf der Vorderseite eines Zyklons sucht. Nimmt die positive Vorticityadvektion mit der Höhe zu, dann folgt aus der Omegagleichung ein Anstieg der Niederschlagsmenge und die dynamische Entwicklung von Zyklonen.