Wetterlexikon: Ojmjakon

Wetterlexikon: Ojmjakon
Ojmjakon gilt als „der Kältepol aller bewohnten Gebiete der Erde“. © picture alliance / Artyom Geodak, Artyom Geodakyan

Was ist Ojmjakon?

Ojmjakon, auch Oimjakon, ist ein Dorf mit etwa 450 Einwohnern in der russischen Republik Jakutien. Das im nordöstlichen Sibirien gelegene Ojmjakon hat Berühmtheit als der kälteste dauerhaft bewohnte Ort der Erde erlangt.

Oft kälter als am Nordpol

Die kälteste gesichert gemessene Temperatur dort betrug am 8. Februar 1933 -67,8 Grad Celsius. Durch die geographische Lage in einem Kessel aus Bergketten und gleichzeitig weit vom Meer entfernt, ist Ojmjakon im Winter oft Zentrum eines Kältepols über Sibirien, sodass dort regelmäßig tiefere Temperaturen als am Nordpol erreicht werden. Die Sommer sind dennoch trocken und heiß, im Juli werden Temperaturen von etwa 30 Grad Celsius erreicht.

In der Nähe von Ojmjakon, das den Großteil des Jahres von der Außenwelt abgeschnitten ist, gibt es eine heiße Quelle. Sie bietet auch bei extrem tiefen Temperaturen flüssiges Wasser und ermöglicht es den Jakuten, die Region auch im Winter zu bewohnen. Im Zweiten Weltkrieg gab es einen Militärflugplatz in Ojmjakon.