Theorie der Milanković-Zyklen

Wetterlexikon: Milanković

Ein Wanderer klettert am 02.09.2010 über die Felsen eines Gletschers in Südgrönland. Das Eis hat sich in den Sommermonaten deutlich zurückgezogen. Hier gibt es jetzt einen eher leisen Rückzug statt donnernder Abbrüche.
Klimawandel auf Grönland © dpa, Wolfgang Heumer

Wer ist Milanković?

Der serbische Geophysiker und Mathematiker Milutin Milanković (1978-1958) entwickelte in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die Theorie der Milanković-Zyklen, mit welchen sich langperiodische Klimaschwankungen teilweise erklären lassen.

Drei orbitale Zyklen

Milanković unterscheidet drei orbitale Zyklen, die die Strahlungsintensität beeinflussen und somit für die Entstehung sogenannter Strahlungskurven verantwortlich sind. Der erste Zyklus ist die Präzession, also die Richtungsänderung der Erdachse. Hinzu kommen der sich verändernde Neigungswinkel der Erdachse sowie die Tatsache, dass der Radius der Erddrehung um die Sonne variiert, die Exzentrizität. Zusätzlich zu diesen drei sich überlagernden Faktoren berücksichtigen Milankovićs Berechnungen auch die in der Vergangenheit aufgetreten Eiszeiten.

Die Milanković-Strahlungskurven lassen sich mittels einer von dem Mathematiker errechneten Formel für jeden Breitengrad der Erde bestimmen. Dies ist notwendig, da die jahreszeitlichen Schwankungen der Strahlungsintensität auf jedem Breitengrad unterschiedlich stark sind.