Austausch und Weitergabe von Wetterdaten

Wetterlexikon: MDD

Blick von der Wetterstation auf dem Brocken über das Land, aufgenommen am 30.09.2005. Im Vordergrund ein Sonnenscheinautograph. Seit 110 Jahren beobachten Meteorologen auf dem höchsten Berg Norddeutschlands das Wetter.
In Deutschland (Bild: Wetterstation auf dem Brocken) obliegt die Verantwortung für den meteorologischen Datenaustausch dem DWD (Deutscher Wetterdienst). © picture-alliance/ ZB, Peter Förster

Was bedeutet MDD?

MDD steht in der Meteorologie für Meteorologic Data Distribution, also für den Austausch und die Weitergabe von Wetterdaten. In Deutschland obliegt die Verantwortung für den meteorologischen Datenaustausch dem DWD (Deutscher Wetterdienst). Der DWD vertritt die Bundesrepublik in der WMO (World Meteorological Organization), im ECMWFE (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts) und in der European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites, kurz EUMETSAT. Der meteorologische Datenaustausch erfolgt beim DWD in Absprache mit obigen internationalen Organisationen.

Der DWD unterscheidet bei der Datenverteilung zwischen allgemein zugänglichen Basisinformationen und Daten, die für spezielle Nutzer oder Nutzbereiche wie z. B. die Luftfahrt zugänglich sind. Als Kommunikationsmittel stehen dem DWD neben dem Internet Rundfunk, Fernsehen, Telefax, FTP-Server und weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Organisationen und Firmen, die für ihre Tätigkeiten meteorologische Daten benötigen, können sich im WebWerdis (Weather Request and Distribution System), das vom DWD betrieben wird, registrieren und online auf die benötigten Daten zugreifen.