Beutelartige, nach unten hängende Wolkenformen

Wetterlexikon: Mamma

Oft bilden sich Mammatus an der Basis von Cumulonimbus-Wolken. Die tiefstehende Sonne färbt sie rötlich oder gelb, zwischen den Auswüchsen sind dunkle Schatten zu sehen.
Die tiefstehende Sonne färbt die Wolken rötlich oder gelb, zwischen den Auswüchsen sind dunkle Schatten zu sehen. © deutsche presse agentur

Was ist Mamma?

Die Wolkenformation Mamma zeigt sich in Form von beutelartigen Auswüchsen an der Unterseite größerer Wolken, die sich in der oberen Troposphäre befinden. In Europa kommen Mamma-Wolken nur an einigen Tagen im Jahr vor.

Indiz für heftige und mitunter auch gefährliche atmosphärische Prozesse

Die schönsten Ausprägungen sind in der Nähe des Äquators zu sehen. Oft bilden sich Mammatus an der Basis von Cumulonimbus-Wolken. Die tiefstehende Sonne färbt sie rötlich oder gelb, zwischen den Auswüchsen sind dunkle Schatten zu sehen.

Mammatus entstehen, wenn unter den dicken, eiskalten Wolken viel Feuchtigkeit vorhanden ist und dichter Regen fällt. Sie sind grundsätzlich immer ein Indiz für heftige und mitunter auch gefährliche atmosphärische Prozesse. Ist die Mamma-Wolke feuchtigkeitshaltig, muss man mit Schnee oder Reifgraupeln rechnen. Kommt sie in Zusammenhang mit Sommergewittern vor, gibt es grobkörnigen Hagel, schwere Sturmböen oder sogar Tornados. Beutelähnliche Wolkenformationen in Verbindung mit winterlichen Schauern und Gewittern führen zur Graupelbildung und zu Sturmböen.