Speziell für Wasserdampf

Wetterlexikon: Magnus Formel

Mit der Magnus-Formel wird der so genannte Sättigungsdampfdruck über einer ebenen Wasserfläche berechnet, welcher erklärt, warum im Sommer die Gesamtniederschlagsmenge höher ist als im Winter.
Im Sommer ist die Gesamtniederschlagsmenge höher ist als im Winter. © dpa, Julian Stratenschulte

Was ist eine Magnus Formel?

Mit der Magnus-Formel wird der so genannte Sättigungsdampfdruck über einer ebenen Wasserfläche berechnet, welcher erklärt, warum im Sommer die Gesamtniederschlagsmenge höher ist als im Winter. Der Sommer wird von Hitze und Gewittern bestimmt, der Winter von kaltem Klima mit starkem Einfluss von Tiefdruckgebieten.

Heinrich Gustav Magnus hat die Formel speziell für Wasserdampf berechnet

Die Magnus-Formel besagt, dass der Sättigungsdampfdruck exponentiell mit der Temperatur verbunden ist. Steigt der Druck, steigt auch die Niederschlagsmenge pro Sekunde. Sommergewitter geben durchschnittlich mehr Feuchtigkeit ab als andauernde Regenphasen in kalten Monaten.

Die Formel wurde 1844 vom deutschen Physiker und Chemiker Heinrich Gustav Magnus abgeleitet. Sie beschreibt physikalisch den Punkt, an dem sich in einem Stoff der flüssige, feste und gasförmige Aggregatzustand im Gleichgewicht befinden. Magnus hat diese Formel speziell für Wasserdampf berechnet. Die Magnus-Formel lautet: E(T) = E0(T) x 10 [ 7.5 x(T/(235.0+T)], E0(T) = E(T=0) = 611 Pa.