Horizontaler Massenzufluss von Luftteilchen in einem Tiefdruckgebiet

Wetterlexikon: Konvergenzlinie

Wetterlexikon: Konvergenzlinie
Bei einem sommerlichen Hitzetief können entlang der Konvergenzlinie Schauer oder Gewitter als Wettererscheinungen auftreten. © dpa, Julian Stratenschulte

Was ist eine Konvergenzlinie?

Konvergenzlinien kennzeichnen in der Meteorologie Zonen zusammenfließender, also konvergenter Luftmassen. Treffen in Bodennähe zum Beispiel Winde aus unterschiedlichen Richtungen aufeinander, wird dort die Luft zum Aufsteigen gezwungen. Bei einem sommerlichen Hitzetief können dann entlang der Konvergenzlinie Aufwinde mit einer Reihe von Gewittern und kräftigen Niederschlägen auftreten.

Im Sommer sind Kaltfronten häufig Konvergenzlinien vorgelagert

Konvergenzlinien dürfen nicht mit Fronten verwechselt werden, denn es handelt sich nicht um Luftmassengrenzen, sondern um Phänomene innerhalb einer Luftmasse ohne besondere Temperaturgegensätze. Bei warmem Sommerwetter sind allerdings Kaltfronten häufig Konvergenzlinien vorgelagert.

In vielen Wetterkarten sind Konvergenzlinien gar nicht dargestellt. Werden sie eingezeichnet, bedient man sich in der Regel einer Linie mit versetzt angeordneten schrägen Balken, um sie von Fronten eindeutig zu unterscheiden. Ist die Konvergenzlinie selbst auf einer Bodenwetterkarte nicht verzeichnet, ist die Konvergenzzone aber oft anhand einer trogförmigen Ausbuchtung der Isobaren, die die Luftdruckunterschiede darstellen, erkennbar. Vor der Konvergenzlinie geht der Druck zurück, hinter der Linie steigt er vorübergehend kräftig an.