Durch die Erwärmung bodennaher Luftmassen bildet sich ein vertikaler Auftrieb mit hoher Kondensation

Wetterlexikon: Konvektiver Niederschlag

Wetterlexikon: Konvektiver Niederschlag
Ein junges Mädchen rennt am Samstag (09.06.2007) in Arnsberg durch ein Unwetter mit starkem Platzregen und Hagel. © dpa, A9999 DB Julian Stratenschulte

Was ist ein konvektiver Niederschlag?

Ein konvektiver Niederschlag entsteht durch heftige vertikale Luftströmungen bei einer instabilen Luftschichtung der Atmosphäre. Durch die Erwärmung bodennaher Luftmassen bildet sich ein vertikaler Auftrieb mit hoher Kondensation, wenn die aufsteigende Luft einen hohen Feuchtigkeitsgrad aufweist. Die Intensität dieser als Schauer- oder Gewitterregen auftretenden Niederschläge kann für kurze Zeit sehr hoch sein. Dabei können in kleinen Einzugsgebieten Abflüsse und sogar Überschwemmungen auftreten.

Länger andauernder konvektiver Niederschlag ist in Deutschland eher die Ausnahme

Da die erforderliche Vertikalbewegung nur durch eine Überhitzung des Bodens verursacht werden kann, tritt sie vornehmlich in der zweiten Tageshälfte während der Sommermonate auf. Vielfach zeigen die dabei beteiligten Wolken eine erhebliche vertikale Ausdehnung bis zu einer Höhe von 10 bis 12 Kilometern auf. Vereinzelt kommt es auch zu einer Schauerbildung an der Rückseite einer Kaltluftfront. Beim Auftreten stationärer Tiefdruckgebiete über einen mehrtägigen Zeitraum kann die extrem feuchtlabile Luftschichtung zu einem länger andauernden konvektiven Niederschlag führen. Dieses Wetterphänomen stellt für den deutschen Raum eher die Ausnahme dar.