Wetterlexikon: Kleinklima

Wetterlexikon: Kleinklima
Vertikalbegrünungssysteme sind am 10.10.2013 in Nürnberg (Bayern) an einer Gebäudewand zu sehen. Mit „hängenden Gärten“ will die Stadt der Klimaerwärmung vor Ort entgegenwirken. © picture alliance / dpa, Daniel Karmann, dka fdt

Was ist ein Kleinklima?

Das Kleinklima ist ein spezifiziertes Ortsklima, das vor allem mit der Bodenbeschaffenheit in Zusammenhang steht. Der Ausdruck bezeichnet die klimatischen Bedingungen, die in einer bestimmten Stadt, auf einem bestimmten Landstück oder Seestück herrschen. Demnach weist jedes Ortsstück ein unverkennbares Klima auf, das anderswo nicht zu finden ist. Diese Beobachtung geht auf Orlanski zurück und ist auch unter dem Begriff Mikroklima bekannt.

Bebauung und Bepflanzung nehmen den größten Einfluss auf das Kleinklima

Beim Mikroklima oder Kleinklima handelt es sich vorwiegend um die atmosphärischen Prozesse bodennaher Luftschichten bis zu einer Maximalhöhe von zwei Metern. Horizontal kann sich dasselbe Mikroklima über eine maximale Fläche von hundert Metern erstrecken. Einflussfaktoren, wie Bodenbeschaffenheit, Bedeckungsgrad und physikalische Eigenschaften der Erde bestimmen das Mikroklima genauso wie der Strahlungsumsatz.

Die Bebauung und Bepflanzung sowie deren thermische Eigenschaften nehmen vermutlich den größten Einfluss auf das Mikroklima. So kann auf feuchtem Wiesenboden im selben Gebiet eine gänzlich andere Temperatur sowie Windgeschwindigkeit herrschen als auf nahe gelegenen Straßen.