Wenn feuchte Warmluft mit einer Kaltluftfront zusammentrifft

Wetterlexikon: Kaltfrontgewitter

Wetterlexikon: Kaltfrontgewitter
In der Nacht zu Freitag (21.08.2009) gehen bei heftigen Gewittern in Recklinghausen Blitze nieder. © dpa, A9999 Guido Bludau

Was ist ein Kaltfrontgewitter?

Kaltfrontgewitter werden durch das Zusammentreffen feuchter Warmluft mit einer Kaltfront ausgelöst. Sie sind dabei häufiger als Wärmegewitter und können zu jeder Tages- und Jahreszeit relativ ortsunabhängig auftreten. Eine Kaltfront kann auch in zwei Phasen auf eine Warmfront treffen. Kaltluft eilt der eigentlichen Front meist in großer Höhe voraus. Die Kaltluft trifft auf die vorhandene Warmluft, schiebt sich keilförmig darunter und hebt sie an, sodass instabile Gegebenheiten innerhalb der Warmluft entstehen. Dieser Effekt wird durch die nachrückende Kaltluft in Bodennähe noch verstärkt.

Durch diesen doppelten Aufprall sind Kaltfrontgewitter, die oft eine Hitzeperiode nicht nur unterbrechen, sondern auch beenden, äußert heftig und werden von starkem Niederschlag, Blitz und Donner begleitet. Die Blitzanzahl ist dabei viel größer als bei anderen Gewitterformen und auch die Überflutungsgefahr steigt. Durch den massiven Auftrieb der Warmluft entstehen große, kilometerhohe Wolkenungetüme, die sich schnell ausbreiten. Die Gewitterverbreitung ist dabei regional und geografisch bedingt unterschiedlich.