Wetterlexikon: Joran

Wetterlexikon: Joran
Der Joran ist der thermische Fallwind in der Schweiz, der den Jurahauptkamm in südöstlicher Richtung überstreicht. © picture alliance / Winfried Roth, Winfried Rothermel, wro rf

Was ist Joran?

Im Westen der Schweiz bezeichnet der Name Joran einen kalten Fallwind aus dem Nordwesten am Jurasüdrand. Am häufigsten tritt der Wind bei sogenannten Rückseitenwetter auf. Dies ist auch der Fall, falls sich an der Nordseite der Berge Wolken stauen.

Der Joran kann schnell und plötzlich auftreten

Durch einen heftigen und schnellen Wind schafft Joran eine schnelle Auflösung von Wolken, die von Jurasüdrand bis nach Bielersee reichen können. Gerade Wassersportler mögen den Joran nicht sonderlich, da er schnell und plötzlich auftreten kann. Hinzu kommt, dass er einen sehr heftigen Zugwind hat und somit leicht jeden Wassersport unmöglich macht.

Der Joran stammt ursprünglich aus dem Westen und Nordwesten. Seine Luft ist sehr kühl, wobei sich der Joran gerne mit Bergwinden verbindet. Im Sommer tritt der Joran häufig in Verbindung mit lokalen Gewittern auf. Allerdings sind auch Kaltfronten, die das Gebirge überschreiten, keine Seltenheit.