Wetterlexikon: Jahresmitteltemperatur

Wetterlexikon: Jahresmitteltemperatur
Die Jahresmitteltemperatur wird aus dem Durchschnitt der zwölf Monatsmitteltemperaturen errechnet. © dpa, Z1022 Patrick Pleul

Was ist die Jahresmitteltemperatur?

Die Jahresmitteltemperatur, die auch als Jahresdurchschnittstemperatur bezeichnet wird, errechnet sich aus den Monatsmittelwerten. Die Monatsmittelwerte werden wiederum aus den Tagesmittelwerten bestimmt, die aus drei, zu festgelegten Tageszeiten abgelesenen Temperaturen berechnet werden. Aufgrund der Auswertung langfristiger Messergebnisse kann festgestellt werden, ob Veränderungen auf klimatische Abweichungen deuten. Dadurch können mögliche Folgen eines Klimawandels prognostiziert werden. Jahresmitteltemperaturen sind klassische Indikatoren bei der Erstellung eines Klimadiagramms.

Die globale Erwärmung ist eine wichtige Aufgabe für Wissenschaft und Politik

In Deutschland zeigte die Jahresmitteltemperatur 2014 einen Wert von 10,3 Grad Celsius und damit einen neuen Rekordwert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Zeitraum zwischen 2010 und 2040 wird die Jahresmitteltemperatur in Deutschland gegenüber 1961 bis 1990 um ein Grad Celsius steigen. Weltweit ist die Jahresmitteltemperatur seit 1960 um 0,6 Grad Celsius gestiegen. Die weitere Zunahme der globalen Erwärmung stellt sich als wichtige Aufgabe für Wissenschaft und Politik dar. Zu den potenziellen Folgen zählen ein Anstieg des Meeresspiegels, häufigere und heftigere Stürme sowie Dürreperioden und Überschwemmungen.