Was ist der IPCC?

Wetterlexikon: IPCC (Weltklimarat)

Presentation of the Working Group II contribution to the 'Climate Change 2007' Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) at EU headquarters in Brussels, Friday 06 April 2007. EPA/ERIC VIDAL BELGIUM OUT +++(c) dpa - Bil
Der IPCC veröffentlicht den Weltklimabericht der UN © dpa, A0173 epa belga Eric Vidal

Was ist der IPCC?

Die Abkürzung IPCC steht für „Intergovernmental Panel on Climate Change“, zu Deutsch „Zwischenstaatliche Gruppe zum Klimawandel“, und hierzulande besser bekannt als Weltklimarat. Den IPCC gibt es seit November 1988. Gegründet wurde er vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie. Er hat seinen Sitz in Genf (Schweiz) und ist eine Einrichtung der Vereinten Nationen. Im Weltklimarat sind die Regierungen von 195 Ländern vertreten.

Welche Aufgaben hat der IPCC?

In erster Linie soll der IPCC alle relevanten und fundierten Erkenntnisse zur globalen Erwärmung und dem von ihr ausgehenden Risiko sammeln. Darüber hinaus sollen Strategien zusammengetragen werden, wie man der Gefahr der globalen Erwärmung Herr werden kann. Der Job des IPCC besteht dann darin, diese Informationen wissenschaftlich zu bewerten. Dazu beruft der Rat entsprechende Experten und Wissenschaftler ein. Nach deren Berichten und Analysen soll der IPCC die Erkenntnisse zusammenfassen. Diese werden dann den Regierungen als „Sachstandsberichte“ oder „Sonderberichte“ zur Verfügung gestellt, damit die Staaten eine fundierte Informationsbasis haben, um zukunftsorientierte Entscheidungen treffen zu können. 

Keine Handlungsempfehlungen vom IPCC

Der IPCC ist selbst nicht aktiv an der Forschung beteiligt. Er beauftragt ausschließlich Experten, die verschiedene Forschungsergebnisse für die Sachstandsberichte sammeln. Diese bestehen aus drei verschiedenen Teilen, die drei verschieden Arbeitsgruppen erstellen. Im ersten Teil widmet sich die Untersuchung den naturwissenschaftlichen Fakten des Klimawandels, im zweiten Teil werden dessen Auswirkungen auf die Natur und sozialwirtschaftliche Abläufe behandelt. Im dritten Teil werden Maßnahmen erarbeitet, die die Regierungen auf politischer und technologischer Ebene ergreifen können, um die Auswirkungen des Klimawandels abzuschwächen. Der IPCC gibt jedoch ausdrücklich keine Handelsempfehlungen.

Die IPCC-Berichte sind die wissenschaftlich glaubwürdigsten

ARCHIV - Eine Mitarbeiterin des Instituts für Klimaforschung (PIK) in Potsdam erläutert an einer Computersimulation das Szenario der globalen Erwärmung zwischen den Jahren 1900 und 3000 (Archivfoto vom 25.01.2005). Der Klimarat der Vereinten Nationen
Der UN-Klimabericht beschäftigt sich mit den Folgen des Klimawandels © dpa, Z5331 Michael Hanschke

Die IPCC-Berichte werden wissenschaftlich als am glaubwürdigsten angesehen. Im Jahre 2007 wurde der Weltklimarat für seine Arbeit neben dem ehemaligen US-Vize-Präsidenten Al Gore mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, und zwar „für ihre Bemühungen, ein besseres Verständnis für die von Menschen verursachten Klimaveränderungen zu entwickeln und zu verbreiten, und dafür, dass sie die Grundlagen für Maßnahmen gegen den Klimawandel gelegt haben.“