Wenn der eigene Schatten einen Heiligen schein hat

Wetterlexikon: Heiligenschein

Ein herbstlich gefärbtes Blatt einer Platane leuchtet am 24.09.2015 im Gegenlicht in einer vom Tau nassen Wiese in einem Garten in Sieversdorf (Brandenburg).
Auf einer taunassen Wiese kann um den eigenen Schatten ein Heiligenschein auftreten. © dpa, Patrick Pleul

Was ist ein Heiligenschein?

Der wetterbedingte Heiligenschein hat nichts mit der biblischen Darstellung zu tun. Man spricht von einem Heiligenschein, wenn sich ein besonderes optisches Phänomen zeigt. Hierbei sieht der Beobachter eine weiße Aufhellung um den Kopf seines Schattens herum. Mitunter kann der Heiligenschein auch eine farbige Aufhellung in Grün, Rot oder Blau besitzen.

Der Heiligenschein ist nur für denjenigen sichtbar, der den Schatten wirft

Am besten trifft man den Heiligenschein in der Früh auf taunassen Wiesen an. Hierbei ist es wichtig, dass der Schatten lang ist, damit ein ausgeprägter Heiligenschein entstehen kann. Bewegt sich der Beobachter und somit sein Schatten, wandert auch der Heiligenschein mit. Der Heiligenschein ist nur für denjenigen sichtbar, der den Schatten wirft. Dies ist auf den Blickwinkel, die Sonneneinstrahlung und den eigenen Schattenwurf zurückzuführen.

Das Phänomen tritt nicht nur bei Menschen auf. Auch bei hohen Gegenständen, die einen langen Schatten werfen, kann ein solcher Heiligenschein entstehen.