Wetterlexikon: Großwetterlage

Wetterlexikon: Großwetterlage
Die Großwetterlage ist für die Voraussage der Entwicklung des Wetters und der Witterung für einen längeren Zeitraum von großer Bedeutung. © dpa, Wolfgang Kumm, wk

Was ist eine Großwetterlage?

Die Großwetterlage dient dazu, den wesentlichen Charakter eines Witterungsabschnittes zu bestimmen, beispielsweise in Europa und Teilen des Nordatlantiks. Sie wird durch eine mittlere Luftdruckverteilung in Meereshöhe und der mittleren Troposphäre in einem großflächigen Gebiet definiert. Die Großwetterlage hat eine Dauer von mehreren Tagen in einem großen Gebiet. Das Wetter kann dabei aufgrund von Durchzug kleinräumiger Druckgebilde bei der Großwetterlage wechseln. Die Zugbahnen der kleinräumigen Druckgebilde verlaufen während der gesamten Zeit der Großwetterlage ähnlich.

Die Großwetterlage wird wohl bald von der mittelfristigen Wettervorhersage abgelöst

Großwetterlagen dienen der synoptischen Klimatologie und liegen für den europäischen Raum seit dem Jahr 1881 vor. Da aber die numerischen Mittelfristvorhersagen immer besser werden, verliert die Großwetterlage langsam an Bedeutung. In den nächsten Jahren wird sie wohl von der mittelfristigen Wettervorhersage abgelöst. Jeden Monat werden die Großwetterlagen in Europa vom DWD erstellt. Hierbei beinhalten sie einen Witterungs- und Kartenteil.