Wetterlexikon: Gleitfläche

Schichtgestein
Der Köprülü Kanyon mit Schichtgestein in der Provinz Antalya (Türkei). © picture alliance / imageBROKER, Martin Siepmann

Was ist eine Gleitfläche?

Meteorologen verstehen unter einer Gleitfläche zum einen eine Fläche in der Atmosphäre, in der sich Luftteilchen adiabatisch, also ohne Zufuhr oder Abgabe von Wärme bewegen können. Sollte es zu absinkenden Luftbewegungen auf einer Gleitfläche kommen, handelt es sich immer um einen trockenadiabatischen Vorgang. Eine aufsteigende Luftbewegung, bei der die Kondensation durch Überschreiten des Kondensationsniveaus schon eingesetzt hat, bezeichnet man als pseudoadiabatischen Prozess.

Die Schwächezonen der Gleitflächen

Die Gleitfläche im geologischen Sinne bezeichnet eine Bodenfläche, an der etwas entlanggleiten kann und an der es daher zu Verschiebungen oder Rutschungen kommen kann. Diese Flächen sind vor allem sogenannte Schwächezonen, also schräge, gekrümmte oder ebenflächige Teile und Grenzschichten der Erdoberfläche, die weniger fest sind als andere. Dies können etwa weiche Tonböden, die Ränder der Erdkruste oder auch Schichtgesteine sein.