Wetterlexikon: Gischt

Wetterlexikon: Gischt
Gischtwellen und bedeckter Himmel.

Was ist eine Gischt?

Unter Gischt versteht man den weiß-grauen Schaum, der auf der Oberfläche von Wellen und an Meeresküsten häufig zu beobachten ist. Gischt entsteht dann, wenn das Wasser durch die Wellenbewegung, den Wind oder auch mechanische Einwirkungen wie zum Beispiel die Rotation einer Schiffsschraube aufgewirbelt wird.

Gischt tritt, je nach Stärke der mechanischen Einwirkung, in verschiedenen Formen auf

Die im Meerwasser enthaltenen organischen Substanzen, darunter vornehmlich die Proteine der im Wasser lebenden Algen, wirken verstärkend und verdichtend auf die Schaumbildung. Insbesondere an der Küste sorgen diese Substanzen dafür, dass die unter die Wasseroberfläche gelangende Luft eingefangen und in festen, klebrigen Bläschen konserviert wird. Diese Luftbläschen kleben aneinander und bilden so einen festen, persistenten Schaum, der lange Zeit an der Wasseroberfläche überdauern kann. Dadurch sind die Gischtkronen fest und langlebig. Oft wird der sogenannte Algenschaum von den Küstenwinden bis weit an die Strände geweht.