Der heiße Wüstenwind wird auch Chamsin, Scirocco oder Samum genannt

Wetterlexikon: Gibli

Wetterlexikon: Gibli
Der Samum (Sandsturm) von J.F.Portaels (1818–1895), Öl auf Leinwand. © picture alliance / akg-images, akg-images

Was ist der Gibli?

Der Gibli oder auch Ghibli (arab. für Südwind) ist eine Art von heißem Wüstenwind. Er kommt vor allem in Lybien und Tunesien verbreitet vor. In anderen Gebieten wird für Gibli auch der Begriff Chamnsin, Scirocco oder auch Samum gebraucht.

Staub- oder Sandstürme können entstehen

An der Warmfront atlantischer Tiefdruckgebiete in Nordafrika weht sehr häufig heiße Wüstenluft. Die Warmfront ist eine Wettererscheinung, die in einem Tiefdruckgebiet auftritt. Ist die Windstärke hoch, dann reichert sich die Luft mit Staub und Sand aus den Wüstengebieten an. Daraus können sich in der weiteren Folge Staub- oder Sandstürme entwickeln.

Im windabgewandten Bereich der Gebirgsketten Nordafrikas kann es zu einer Erwärmung der Luft auf über 40° Celsius kommen. Dieser Vorgang ist für den Gibli charakteristisch. Der Gibli ist der Namenspate für die Sportwagen vom italienischen Hersteller Maserati, für italienische Kampfflugzeuge wie etwa AMX oder ein japanisches Animestudio.