So tief ist der Frost in den Untergrund eingedrungen

Wetterlexikon: Frosteindringtiefe

Was ist die Frosteindringtiefe?

Wetterlexikon: Frosteindringtiefe
Frostige Tage in Brandenburg. Eiskristalle haben sich an Steinen abgesetzt.

Unter der Frosteindringtiefe versteht man die größte vertikale Tiefe des Bodens, bis dieser zu gefrieren beginnt. Viele Faktoren sind wichtig, um die Frosteindringtiefe bestimmen zu können. Sollte der Erdboden von Schnee bedeckt oder der Wärmetransport gehemmt sein, kann die Frosteindringtiefe früher eintreten.

Für den Tiefbau ist die Frosteindringtiefe ein wichtiger Anhaltspunkt

Auch die spezifische Wärmekapazität und die Wärmeleitfähigkeit sowie der Wassergehalt im Boden führen zu einer veränderten Frosteindringtiefe. Je besser die Leitfähigkeit im Bereich Wärme ist, desto tiefer dringt die Hitze in den Boden. Dasselbe gilt auch für den Frost. Je besser also die Wärmeleitfähigkeit des Bodens ist, desto geringer fällt die Frosteindringtiefe aus.

Flächen, die eine gute Wärmeleitfähigkeit bieten, sind beispielsweise Autostraßen. Dennoch können diese im Winter durch einen Frostausbruch beschädigt werden, wenn sie nach außen aufbrechen. Auch für den Tiefbau ist die Frosteindringtiefe ein wichtiger Anhaltspunkt, um zu verhindern, dass Frost einem Bauwerk schadet oder dieses sogar zum Einsturz bringt.