Das Frigorimeter wurde von Carl Dorno und Rudolf Thilenius entwickelt

Wetterlexikon: Frigorimeter

Was ist ein Frigorimeter?

Gänsehaut am Strand
Gänsehaut auf dem Arm trotz Sonne am Strand, da der Wind recht frisch ist.

Ein Frigorimeter wird benutzt, um die Abkühlung des menschlichen Körpers unter Einfluss von äußeren Bedingungen wie beispielsweise Wind, Lufttemperatur und solarer Strahlung zu bestimmen. Es misst, wie viel Wärme in Joule ein Quadratzentimeter Körperoberfläche pro Sekunde abgibt beziehungsweise aufnimmt. Entwickelt wurde das Frigorimeter von den beiden Naturforschern Carl Dorno und Rudolf Thilenius. Es kann mit einer Aufzeichnungsvorrichtung namens Frigorigraph verbunden werden.

Die Durchschnittstemperatur eines menschlichen Körpers beträgt 36,5 Grad

Als Versuchskörper für das Frigorimeter wird ein schwarzer Kasten oder eine 7,5 cm durchmessende Kupfervollkugel verwendet. Beide werden zunächst einer Abkühlung ausgesetzt. Sowohl Kasten als auch Kugel werden konstant auf einer Temperatur von 36,5° Celsius, der Durchschnittstemperatur eines menschlichen Körpers, gehalten. Damit diese Temperatur eingehalten werden kann, muss dem Körper elektrische Wärme zugeführt werden, also jene Wärme, die ihm zuvor durch Abkühlung entzogen wurde. Die elektrische Leistung des Testkörpers entspricht letztendlich der gesuchten mittleren Abkühlungsgröße. Der verbrauchte Heizstrom wiederum ist ein Maß für die Abkühlung.