Entrainment ist ein Phänomen der Atmosphäre

Wetterlexikon: Entrainment

Gewitterwolken über Kornfeld.
08.06.2018, Baden-Württemberg, Gornhofen bei Ravensburg: Dunkle Gewitterwolken ziehen über ein Getreidefeld. © dpa, Felix Kästle, lix cuk

Was ist Entrainment?

Mit dem Begriff Entrainment beschreibt der Meteorologe ein Phänomen, bei dem sich durch Auftriebskräfte entstehende Konvektionswolken durch Verwirbelungseffekte in ihren Randbereichen auflösen können, die Wolkentröpfchen also verdunsten. Durch die Verdunstung tritt außerdem eine Abkühlung ein, die Auftriebskräfte lassen deswegen weiter nach.

Entrainment bei Gewittern

Entrainment ist häufig bei der Bildung von Gewittern zu beobachten. Hier steigen Konvektionswolken zunächst in mittlere Höhen auf, fallen dann aber aufgrund von Entrainment wieder in sich zusammen. Anschließend kann am selben Ort erneut eine Konvektionswolke entstehen, die meist stabiler ist.

Die Entrainment Zone (EZ) ist außerdem der Bereich der Erdatmosphäre zwischen der relativ ruhigen Troposphäre und der turbulenten Grenzschicht. Flugpassagieren kennen den Effekt, dass das Flugzeug während des Sinkfluges plötzlich unruhig wird und starken Luftbewegungen ausgesetzt ist. Klimaforscher sind bemüht, die Vorgänge in der Entrainment-Zone durch Computersimulationen zu beschreiben, um zu besseren Klimamodellen zu gelangen.