Wetterlexikon: Elmsfeuer

Elmsfeuer treten extrem selten auf. Sie können bei gewittrigen Wetterlagen entstehen und an spitzen Gegenständen wie Schiffsmasten, Kirchturmspitzen oder selten an Frontscheiben von Flugzeugen auftreten. Film- oder Fotoaufnahmen dieses Phänomens sind
Rarität: Elmsfeuer auf der Cockpitscheibe eines Passagierflugzeuges. © picture alliance / JOKER, Hady Khandani, H

Was ist ein Elmsfeuer?

Als Elmsfeuer wird eine kontinuierliche Entladung in der Atmosphäre bezeichnet. Üblicherweise ereignet sich dies bei Gewittern mit elektrischen Feldstärken von mehr als 100 Kilovolt pro Meter. Aufgrund jener Umstände können Elmsfeuer an hohen und schmalen Gegenständen beobachtet werden, wie zum Beispiel an Kirchturmspitzen, Frontscheiben von Flugzeugen oder Gipfelkreuzen auf Bergen.

In der Nähe eines Elmsfeuers können einem die Haare zu Berge stehen

Seinen Namen erhielt das Elmsfeuer nach Erasmus von Antiochia, einem heiliggesprochenen Bischof aus dem 3. Jahrhundert nach Christus, den Seeleute früher anriefen, wenn sie in Seenot gerieten. Im Italienischen heißt Erasmus Elmo, woraus dann der Name für die Naturerscheinung entstanden ist, die auch an der Spitze von Schiffsmasten auftritt.

Befinden sich Menschen in unmittelbarer Nähe zu einem Elmsfeuer, können sie eine Art Surren hören. Zudem können ihnen die Haare zu Berge stehen – beides sind Anzeichen für die elektrische Entladung. Das Aussehen des Elmsfeuers ist dem des Nordlichts sehr ähnlich.