Wetterlexikon: Eisbedeckung

Was ist eine Eisbedeckung?

Mit dem Begriff der Eisbedeckung bezeichnen Meteorologen und Geologen die anteilige Bedeckung der Erdfläche mit Meereis, Gletschereis und Inlandeis. 

Schon kleine Veränderungen des Eishaushalts können große Auswirkungen auf das Klima haben

Annähernd acht Prozent der Meeresoberflächen sind dabei permanent mit Eis bedeckt. Unter Miteinberechnung von Treib- und Packeis sind es sogar über 17 Prozent. Inlandeis bedeckt dauerhaft mehr als zehn Prozent der gesamten Festlandfläche. Unter Berücksichtigung von Permafrostgebieten und regelmäßig zeitweiliger Eisbedeckung steigt dieser Wert sogar auf über 20 Prozent.

Eismassen üben großen Einfluss auf den Strahlungshaushalt der Erdatmosphäre aus. Aus diesen Gründen kann eine geringfügige Veränderung des Eishaushalts schon zu merklichen Konsequenzen für die Energiebilanz des Klimasystems führen. Klimatische Schwankungen sind aus diesem Grund das mitunter wichtigste Phänomen, das infolge von mehr oder weniger starken Veränderungen der anteiligen Eisbedeckung stattfindet.