Der Driftstrom ist an der Meeresoberfläche am größten

Wetterlexikon: Drift

Was ist ein Drift?

Schule von Diagonal Süsslippen, alle in die gleiche Richtung blickend, steht in der Strömung im Korallenriff. Selayar, Süd Sulawesi, Indonesien | Verwendung weltweit
Der Driftstrom ist an der Meeresoberfläche am größten. Nach unten hin nimmt die Strömungsgeschwindigkeit rasch ab.

Drift oder Driftstrom nennt man die durch Wind verursachte, oberflächennahe Meeresströmung. Sie reicht bis in eine Wassertiefe von 200 bis 300 Metern hinab. Durch länger andauernde Winde aus derselben Windrichtung kommt es zur Driftbildung. Die Richtungsangabe erfolgt entsprechend der Richtung, in die sich die Oberflächenströmung bewegt.

An den Küsten der Kontinente verläuft der Driftstrom parallel zur Küstenlinie

Direkt an der Wasseroberfläche ist ein Drift am stärksten. Nach unten hin nimmt die Strömungsgeschwindigkeit rasch ab. Durch seitliche Ablenkung der Windbewegung verringert sich die Driftgeschwindigkeit der direkt unter der Oberfläche befindlichen Wasserschicht sehr stark.

Starke Winde sorgen dafür, dass sich das Oberflächenwasser an den Meeresküsten aufstaut und führen dort zu einem Anstieg des Wasserspiegels von mehreren Zentimetern bis einigen Dezimetern. Dasselbe gilt für einen Drift in Binnenmeeren.

An den Küsten der Kontinente verläuft der Driftstrom parallel zur jeweiligen Küstenlinie. Die Driftströme der Weltmeere entstehen durch globale Windsysteme wie Monsune und Passate und werden zusätzlich von örtlich wirksamen Wetterparametern beeinflusst.