In der Meteorologie spielt der Dampfdruck des Wassers eine bedeutende Rolle

Wetterlexikon: Dampfdruck

Was ist der Dampfdruck?

 Dampfdruck in einer historischen Dampflokomotive
Ein Lokführer reguliert den Dampfdruck in einer historischen Dampflokomotive.

Der Dampfdruck bezeichnet den Druck, bei dem sich ein Stoff in seinem gasförmigen Zustand und in seinem flüssigen Aggregatzustand – bei konstanter Temperatur in einem geschlossenen Gefäß – in einem thermodynamischen Gleichgewicht befindet. In diesem Gleichgewicht sind sowohl das Gas als auch die Flüssigkeit in einem gesättigten Zustand.

Der Dampfdruck nimmt mit steigender Temperatur zu

Bis zum Erreichen des thermodynamischen Gleichgewichts erfolgt eine stetige Verdampfung der Flüssigkeit, bis der Siedevorgang stoppt bzw. in Folge fortschreitender Kondensation Anteile des Gases wieder in den flüssigen Zustand übergegangen sind. In diesem Moment ist der maximale Dampfdruck im Gefäß erreicht. Eine weitere Erhöhung des Dampfdrucks wäre nur über eine Erhöhung der Temperatur möglich.

Dies erklärt unter anderem, weshalb Flüssigkeiten in Umgebungen mit geringerem atmosphärischem Druck bereits bei niedrigeren Temperaturen zu sieden beginnen. Der Siedepunkt von Wasser in einer Höhe von 8 Kilometern liegt beispielsweise bei 74°C. Auch in der Meteorologie spielt vor allem der Dampfdruck des Wassers eine bedeutende Rolle.