Im Winter zieht der Crivetz meist mit hohen Geschwindigkeiten über das Land

Wetterlexikon: Crivetz

Crivetz
Meist tritt der Crivetz als Nordostwind auf. © dpa, A9999 Hans-Christian Wöste

Was ist Crivetz?

Der Ausdruck Crivetz bezeichnet ein regionales Windsystem. Es handelt sich dabei um einen kalten Wind, der vom eurasischen Raum aus Richtung östliches Rumänien weht. Meist tritt der Crivetz als Nordostwind in Erscheinung. Er kann aber auch als direkter Ostwind auftreten.

In Bukarest zählt das Phänomen zu den häufigsten Winderscheinungen

Der Crivetz kommt immer dann auf, wenn über Russland ein deutlich höherer Luftdruck herrscht als über dem Ionischen Meer. Die Windbewegung lässt sich daher auch als Ausgleichswind bezeichnen. Am häufigsten weht der kalte Wind Eurasiens im Winter nach Rumänien. In Bukarest zählt das Phänomen sogar zu den häufigsten Winderscheinungen überhaupt.

Der Crivetz nimmt aber auch über das restliche Jahr hinweg immer wieder Einfluss auf den östlichen Donauunterlauf. Damit prägt die Erscheinung das Klima in diesem Gebiet über das gesamte Jahr betrachtet wesentlich. Im Winter zieht der Crivetz meist mit hohen Geschwindigkeiten über das Land und häuft Schneemassen auf. Teilweise legt er so während des Winters sogar ganze Verkehrsstrukturen lahm.