Wolke mit zinnenartigen Türmchen

Wetterlexikon: Castellanus

Was ist Castellanus?

Castellanus ist eine Wolkenart, bei der sich Wolken als Haufen mit turmartigen Aufbauten entwickeln. Die zinnenartigen, namensgebenden Türmchen bilden sich durch das Fehlen einer Inversionsschicht, die die Wolke nach oben begrenzen würde. 

Castellanus-Wolken kündigen meist Schauer oder Gewitter an

Inversionsschichten aus warmer Luft würden das Aufsteigen der Luftmassen behindern und Schönwetterwolken erzeugen. Bei Castellanuswolken herrschen jedoch instabile Luftverhältnisse vor. Diese Wolken werden in der Höhe nicht trockener, sondern feuchter. Darum kündigen Castellanus-Wolken meist Schauer oder Gewitter an.

Castellanus ist die Artenbeschreibungen für Wolken verschiedener Gattungen, wie Cirruswolken oder Stratocumuluswolken. Meist entstehen sie als mittelhohe Altocumuluswolken. Die Türmchen bilden sich nebeneinander aus einer gemeinsamen Wolke. In einer Höhe von etwa 6.000 Metern zeigen sie schnell ansteigende Luftmassen an.

Laut Wetterexperten gehören diese Wolken zu den wenigen Beispielen für eine fast hundertprozentige Vorhersage nach Augenschein. Meist tritt das Niederschlagsereignis bei morgendlicher Beobachtung schon am Nachmittag, manchmal aber auch erst bis zu 24 Stunden später ein.